6. Aug, 2008
Fast so gut wie 2005
Zwei Podestplätze innerhalb von vier Rennen. Das hat es bei Toyota schon lange nicht mehr gegeben. Genau genommen datierte der letzte Podestplatz vor der Saison 2008 auf dem Australien GP 2006. Alle fünf weiteren Podiumsplätze fuhren Jarno Trulli (3) und Ralf Schumacher (2) in der Saison 2005 heraus. Ist Toyota wieder dort angekommen, wo man 2005 war?
“Ja”, sagt Toyota Motorsport-Präsident John Howett. Man sei 2005 so gut gewesen, weil man die Saison 2004 wegen der Regeländerungen geopfert hatte. “Letztes Jahr waren wir sogar besser, als es die Ergebnisse vermuten ließen”, rechtfertigte er das Jahr 2007 ohne Podiumsplatzierung. Die nächste Saison sieht Howett sowohl als riesige Chance als auch als riesiges Risiko an. Durch die einschneidenden Regeländerungen ist alles möglich.
“Wenn man alles richtig macht, wird man der Star, aber wenn man alles falsch macht, hat man das ganze Jahr zu kämpfen”, sagte er gegenüber Autosport. Dessen sei man sich bewusst und plane genau, wie viel Ressourcen schon jetzt in das 2009er Auto fließen. Hundert Prozent werden es allerdings erst in einigen Wochen sein. Noch wird am TF108 gefeilt.
“Wir wollen das Auto verbessern, denken aber immer an die Veränderungen im kommenden Jahr”, so Howett, der jedoch weiß, dass alle zehn Teams vor dieser schwierigen Entscheidung stehen. Wichtig ist der Kampf um den vierten Konstrukteursrang gegen Renault und Red Bull. “Es hängt ein bisschen von der Strecke ab”, glaubt er. “Die Frage ist: wer kann in den kommenden Wochen am meisten zulegen, bevor er sich auf das neue Auto konzentrieren muss.” In Ungarn hat es für Toyota am besten funktioniert. Gänzlich zufrieden ist Howett mit Platz 2 aber noch nicht: “Wir standen immer noch nicht in der Mitte…”
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22. Jan, 2008
Sympathie unter Kollegen
Während man sich von Ralf Schumacher getrennt hat, hält Toyota weiterhin an Jarno Trulli fest. Er fuhr Seite an Seite mit Ralf Schumacher, dem Mann mit dem er, wie er gegenüber dem Express sagte, in den letzten drei Jahren weniger gesprochen habe als mit Timo Glock in den ersten drei Tagen.
Bislang nahm man an, dass die beiden Piloten bei Toyota eine freundliche, wenn auch nicht gerade an Emotionen überladene Partnerschaft als Teamkollegen pflegten.
Auch Dieter Gass, Chefingenieur bei Toyota freut sich darüber, Glock an Board des japanischen Rennstalls begrüßen zu dürfen. “Timo hat uns mit seinem fundierten Feedbacks beim ersten Test überrascht”, sagte Gass. Timo Glock verbesserte die Bestzeiten am dritten und letzten Tag der Tests dann noch einmal.
Nelson Piquet Junior ist hingegen positiv gestimmt, was seine Zusammenarbeit mit Fernando Alonso angeht: “Ich habe Fernando letzte Woche während den Tests in Jerez getroffen und wir haben eine exzellente Beziehung bis jetzt”, sagte Piquet gegenüber O Globo.
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21. Okt, 2007
Ein Punkt
Der Abschied vom einen Fahrer soll für den anderen ein Neuanfang sein. So lange wie auf diesen letzten Punkt der Saison 2007 will Jarno Trulli 2008 nicht mehr auf einen WM-Zähler warten. Zwischen Ungarn und Brasilien gab es für Toyota nichts zu ernten. “Ich freue mich über den Punkt, gerade weil wir so lange keinen geholt haben”, so Trulli. “Ich habe viele Rennen hart gekämpft, ohne Glück zu haben.” Jetzt klappte es mit Platz 8. Auf dem Weg dorthin musste er einen harten Fight mit seinen Reifen ausfechten. “Wir gingen ein Risiko mit der Dreistoppstrategie ein”, verriet Trulli. Das zahlte sich aus.
Im neuen Jahr will er nun voll angreifen und bessere Resultate erzielen. “Wir haben das Potenzial dazu und können zurückschlagen.” Allerdings ohne Ralf Schumacher, der verlässt das Team ohne bekanntes Ziel. Sein letztes Toyota-Rennen beendete er auf Platz 11. “Das Auto war gut zu fahren.” Allerdings verlor er am Start zwischen den beiden Toro Rosso etwas an Boden. Bei seinem Boxenstopp gab es ein Problem mit einer defekten Radmutter. “Danach war es ein relativ gutes Rennen.” Das ihm keinen Abschiedspunkt einbrachte. Teamchef Tadashi Yamashina war dennoch zufrieden. “Wir haben einen Punkt geholt, also sind wir zufrieden.”
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19. Okt, 2007
Start ins Abschiedswochenende
Für Toyota ist es nicht nur das letzte Grand Prix Wochenende in dieser Saison, mit der Zielflagge trennt man sich in Sao Paolo auch von Ralf Schumacher und Testfahrer Franck Montagny. Im Team herrscht demnach Abschiedstimmung und vor allem Schumacher hat dieses Wochenende noch einiges vor, denn nach einer mehr als mageren Saison ist Wiedergutmachung angesagt. “Das ist mein letztes Rennen für Toyota und ich gebe alles, was ich habe, für mich und das Team”, sagte der Deutsche.
Der erste Tag gestaltete sich etwas schwierig, denn die Fahrer hatten mit wechselnden Bedingungen zu kämpfen. “Es war ein aufregender Tag für uns, wir hatten alle möglichen Streckenbedingungen, mit einem nassen Start und trockenem Ende”, so Schumacher. “Es lief heute ganz gut, ich bin ziemlich glücklich mit dem was wir erreicht haben. Wir waren konkurrenzfähig im letzten Rennen und auch wenn wir es nicht beendet haben, hatte ich meinen Spaß. Wir können hier auf mehr hoffen.”
Während sein deutscher Teamkollege die elftbeste Zeit fuhr, musste sich Jarno Trulli mit Position 16 zufrieden geben. “Von Anfang an verhielt sich das Auto nicht so wie ich es gehofft hatte”, gab der Italiener zu Protokoll. “Wir müssen herausfinden warum es so war, wir hatten einige Probleme. Es ist keine Frage der richtigen Balance, wir haben einfach die Reifen nicht zum Arbeiten gebracht. Die Bodenwellen wurden von den Verantwortlichen beseitigt, dies ist eine große Verbesserung.”
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17. Okt, 2007
Trulli rät Alonso ab
150 Millionen Dollar für drei Jahre bietet Toyota Weltmeister Fernando Alonso angeblich an, um ihn zu einem Wechsel nach Köln zu überzeugen. Das wäre die höchste Summe, die einem Sportler jemals geboten worden wäre. Außerdem hätte Alonso mit Jarno Trulli wieder einen loyalen Teamkollegen. “Ich hatte nie Probleme mit ihm und wir sind bei Renault sehr gut miteinander ausgekommen”, sagte Trulli der El Mundo . Von 2003 bis 2004 war Trulli Alonsos Teamkollege bei Renault, bevor er zu Toyota wechselte. Nun würde er sich auf eine erneute Zusammenarbeit bei Toyota freuen. “Ich wäre wirklich glücklich, mit ihm zu fahren”, sagte der Italiener.
Allerdings glaube er nicht, dass der Wechsel aus dem schnellen Silberpfeil in den langsamen Toyota für den Spanier die richtige Entscheidung wäre. “Er muss in ein Siegerauto und zu einem der besten Teams. Wir haben in dieser Saison nur elf Punkte eingefahren, ich glaube also nicht, dass wir ein Team für ihn wären”, sagte Trulli. “Alles was Toyota ihm bieten kann, ist ein Haufen Geld.”
Wie schon sein Noch-Teamkollege Ralf Schumacher räumte Trulli ein, dass sich die Situation beim Team mit dem größten Budget im Feld in den letzten drei Jahren eher verschlechtert als verbessert habe. “Wir haben nicht den Schlüssel gefunden, um Rennen zu gewinnen”, sagte er. “Wir hatten in jeder Saison Probleme. Als ich 2005 hierher gekommen bin, hatten wir eine schwierige Saison. Aber es hat sich herausgestellt, dass das die beste von den dreien gewesen ist, seitdem ich hier bin. Das hätte ich mir niemals vorstellen können.”
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