Webbers Motor war am Ende angekommen

Keine Angst vor Problemen

 

Mark Webber bereitete der Motorschaden kurz vor dem Ende des 2. Trainings weniger Probleme als das Abstellen des Autos danach – denn einige Streckenposten waren sich nicht ganz darüber im Klaren, dass ein F1-Auto keine Handbremse besitzt. Der Motor habe laut Webber hingegen schon viele Kilometer drauf gehabt und sei ohnehin am Ende seines Lebenszyklus gewesen.

“Marks Motor war am Ende angekommen”, bestätigte Teamchef Christian Horner. Der Schaden sei 50 Kilometer vor der angepeilten Zielmarke eingetreten. Aber auch so habe das Aggregat über 2.000 Kilometer auf dem Tacho gehabt. “Das beeinträchtigt unser Programm also nicht.” Renault müsse aber trotzdem herausfinden, warum der Motor kaputt ging. “Aber der Motorschaden war am Ende des Lebenszyklus.” Webber habe das Problem nur fünf oder sechs Runden gekostet.

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Eric Boullier

Renault in die Erfolgsspur führen

 

Eric Boullier hat schon einige Jahre Erfahrung im Motorsport sammeln können, als Renningenieur begann er vor rund zehn Jahren sein Karriere. Ab 2010 ist er der neue Teamchef für das Renault Team. Er soll die Franzosen zurück auf die Siegerstraße führen.

Wie war das Team drauf, als Du angekommen bist?

Eric Boullier: “Als ich angefangen habe wurde schnell offensichtlich, dass die Moral des Teams unter den Ereignissen gelitten hat, die letzten Wochen 2009 waren schon eine Herausforderung. Doch jetzt ist das Team sehr motiviert, dank der neuen Einstellung des Renault F1 Teams. Die neue Philosophie wurde von allen gut angenommen und mit Applaus willkommen geheißen. Jeder ist bereit für neue Action.”

Was für tägliche Aufgaben wirst Du haben?

Eric Boullier: “Ich werde mich auf die sportlichen Aspekte und die Leistung konzentrieren. Bob Bell ist für das Design zuständig, sowie Produktion und die technische Entwicklung. Wir haben schon einige Diskussionen geführt und wir denken auf der selben Ebene. Ich denke, dass wir gut zusammen Arbeiten werden.”

Stellst Du eine Vertretung der neuen Partner des Teams dar?

Eric Boullier: “Ich wurde vom Renault F1 Team engagiert, sie bestimmen weiter alle betrieblichen Aspekte was die Formel 1 betrifft. Es wurde natürlich mit den Repräsentanten von der Genii Gruppe Rücksprache gehalten, aber es wäre falsch zu denken, Renault hat nun eine zweigleisige Führung. Wir sind ein Team mit einer Struktur.”

Gibt es einen Zeitrahmen indem Du dich beweisen musst?

Eric Boullier: “Meine Arbeitgeber haben mir gegenüber so etwas nie geäußert. Ich selber hingegen habe mir verhältnismäßig hohe Ziele gesetzt. Die Formel 1 stellt für jeden Ingenieur einen absoluten Traum dar. Eine solche Gelegenheit würde ich auf keinen Fall verpassen wollen. Ich spüre keinen Druck, sondern nur Motivation, den Job gut zum machen, für den ich berufen wurde.“

Bescheiden, rigoros, offen

 

Kannst Du die Herangehensweise in drei Worten zusammenfassen?

Eric Boullier: “Bescheiden, rigoros und offen. Für mich geht es vor allem anderen um das Geschehen auf der Strecke.”

Siehst Du dein Alter als Vorteil?

Eric Boullier: “Ja, ich denke schon. Das Team wollte mit frischem Blut ein neues Kapitel aufschlagen. Die Formel 1 besteht aus Zyklen. Heute entwickelt der Sport bereits sein Gesicht von morgen, denn das Fahrerlager füllt sich Stück für Stück mit einer neuen Generation. Ferrari, McLaren und andere sind diesen Schritt bereits gegangen. Auch Christian Horner von Red Bull ist in meinem Alter.”

Wie lauten Deine Ziele für 2010?

Eric Boullier: “Es ist noch etwas früh, um sie genau zu beschreiben. Meine Mission lautet vor allem, das Team zurück in die Erfolgsspur zu führen, indem wir uns auf zwei Hauptpunkte konzentrieren: Die erste Priorität liegt darauf, in Enstone ein System zu etablieren, das uns erlaubt, harmonisch und effizient zu arbeiten. In Sachen Leistung müssen wir zudem einen verbesserten Feedback-Prozess installieren. Wir wissen, dass dies alles nicht in zwei Monaten zu bewerkstelligen ist, aber es muss stetig und konsequent umgesetzt werden. Uns stehen heute alle Möglichkeiten zur Verfügung, diese Ziele zu erreichen. Das Budget ist verabschiedet, unser Windkanal wurde modernisiert und unser hochmodernes Rechen- und Simulationszentrum läuft inzwischen auf Hochtouren. Beste Voraussetzungen also.”

Du bist zugleich CEO von Gravity Sport Management: Wird der zweite Fahrer einer aus Deiner Organisation sein?

Eric Boullier: “Unser zweiter Fahrer muss in der Lage sein, Punkte einzufahren und Robert Kubica zu Höchstleistungen anzutreiben. Dabei kann es sich um einen Gravity-Piloten handeln oder auch nicht. Ich kann aber garantieren, dass die Messlatte für einen Fahrer von Gravity sogar höher liegt, denn er müsste viel mehr leisten, um seine Wahl als Renault F1 Fahrer zu rechtfertigen.”

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Horner glaubt

Alonso geht zu Renault

Red Bull, Toyota oder Renault, das waren die beiden heißesten Kandidaten als Fernando Alonsos neues Team. Laut Red Bull Teamchef Christian Horner wird Red Bull aber wohl aus der Gleichung fallen. “Fernando wird nächstes Jahr bei Renault sein”, sagte er im spanischen Radioprogramm Al Primer Toque. Es freute ihn aber, dass Alonso mit seinem Team in Verbindung gebracht wurde. “Das zeigt den Fortschritt, den wir während der vergangenen beiden Saisonen gemacht haben. Unsere Fahrer haben aber Verträge für 2008″, erklärte er.

Wie Horner weiter erzählte, gäbe es nur mehr zwei Teams, die attraktiv für Alonso sein könnten und noch dazu ihre vollen Fahrer-Paarungen noch nicht bekannt gegeben haben. Die eine sei eben Renault und die andere Toyota. “Fernando scheint sich diese beiden Optionen sehr genau anzusehen”, stellte er fest. Wer seiner Meinung nach den Zuschlag erhalten wird, hatte er davor ja schon klar gestellt.

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