Qualifying

Webber in Spa auf Pole

 

Die Serie hält: Bis auf den Kanada GP in Montreal stand in dieser Saison immer ein Red Bull auf der Pole Position. So auch in Spa-Francorchamps, das eigentlich als McLaren-Strecke gilt. Diesmal war es der WM-Spitzenreiter Mark Webber, der sich in 1:45.778 Minuten die Pole Position sicherte.

Neben Webber startet im Rennen Lewis Hamilton aus der ersten Reihe. Der McLaren-Pilot schnappte sich in letzter Sekunde Platz 2 vor Robert Kubica. Sebastian Vettel rundet die zweite Startreihe ab. Jenson Button und Felipe Massa stehen in Reihe 3. Die Top-10 komplettieren Rubens Barrichello, Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und ein enttäuschter Fernando Alonso.

Regenchaos

 

Die beiden Mercedes-Piloten scheiterten am Einzug ins Q3. Michael Schumacher belegte Platz 11, Nico Rosberg Platz 12. Beide erhalten jedoch eine Strafe: Schumacher muss wegen des Barrichello-Manövers von Budapest 10 Plätze zurück, Rosberg verliert wegen eines Getriebewechsels nach dem 3. Training 5 Plätze.

Das erste Qualifying wurde vom Chaos beherrscht: Angesichts des drohenden Regens gingen alle Fahrer auf Anhieb auf die Bahn, doch ein Dreher von Vitaly Petrov rief eine rote Flagge hervor – sobald das Q1 wieder lief, begann es zu regnen. Bei einsetzendem Regen kreiselten die Fahrer reihenweise von der Bahn, Michael Schumacher fuhr Zickzack durch die kreiselnden Autos.

“Ich wollte den Kerb austesten und es war zu nass”, gestand Petrov. “Ich wäre lieber in die Top-10 gekommen. Von dort ist es einfacher, um einen Topplatz zu kämpfen.” Neben Petrov schieden auch beide Sauber im Q1 aus; Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa flogen beim Schlussangriff an der gleichen Stelle von der Strecke. So schafften Timo Glock und Heikki Kovalalainen den Sprung unter die Top-17 und ins Q2.

Das Qualifying im Überblick

 

 

 

 1. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: Rosberg Getriebewechsel; Petrov Dreher (rot); Regenchaos; Kobayashi Abflug; de la Rosa Abflug

 

 

 ausgeschieden: Trulli, Kobayashi, Senna, Yamamoto, de la Rosa, di Grassi, Petrov

 

 

 Top-6: Rosberg, Hülkenberg, Barrichello, Kubica, Hamilton, Alonso

 

 

 2. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: Massa Dreher; Liuzzi Dreher

 

 

 ausgeschieden:  Schumacher, Rosberg, Alguersuari, Liuzzi, Buemi, Kovalainen, Glock

 

 

 Top-6: Hamilton, Button, Vettel, Webber, Sutil, Kubica

 

 

 

 

 3. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: keine

 

 

 

 

 Top-6: Webber, Hamilton, Kubica, Vettel, Button, Massa

 

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2. Freies Training

Alonso wieder am schnellsten

 

Der Freitag in Spa-Francorchamps hatte schon alles zu bieten: Regen, abtrocknende Strecke, Abflüge und eine rote Flagge, weil angeblich Zuschauer in einem gesperrten Bereich waren. Diese Unterbrechung kostete die Teams 15 Minuten auf fast trockener Strecke. Am Ende blieb den Piloten nur ein Versuch auf trockener Bahn – den absolvierte Fernando Alonso als Schnellster.

Hinter dem Spanier reihte sich Adrian Sutil im Force India auf Platz 2 ein. Ihm fehlten gut ein Zehntel auf den Ferrari-Piloten. Lewis Hamilton, Robert Kubica, Felipe Massa und Sebastian Vettel komplettierten die Top-6.

Im verregneten ersten Training gab es erstaunlich wenige Zwischenfälle. Nur einige Ausritte neben die Strecke waren zu beklagen. Im zweiten Training trocknete die Strecke langsam ab und einige Fahrer setzten früh auf Intermediates. Das führte zu einem Ausrutscher von Tonio Liuzzi ins Kiesbett, wo er leicht anschlug und sich den Frontflügel beschädigte.

Heftiger flog Timo Glock ab. Der Virgin-Piloten kam auf den Randstein und landete seitlich im Reifenstapel. Das Training war für ihn damit gelaufen. Besser erwischte es Rubens Barrichello, der nach einem Dreher weiter fahren konnte. Auch Mark Webber konnte trotz eines technischen Problems weiter fahren. Eine Viertelstunde vor Schluss musste die Rennleitung das Training sogar unterbrechen – weil sich Zuschauer in einem nicht zugelassenen Bereich aufhielten.

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1. Freies Training

Alonso im Regen an der Spitze

 

Dunkle Wolken, starker Regen und sogar Gewitter begrüßten die Formel 1 am Freitagvormittag in Spa-Francorchamps. Das Freie Training der Formel BMW musste sogar wegen der gefährlichen Bedingungen abgebrochen werden. Die Formel 1 konnte um 10:00 Uhr pünktlich ins erste Training starten. Auch dieses wurde teilweise von starken Regengüssen beeinträchtigt, so dass die Piloten aus der Box zuschauen mussten. Am Ende sicherte sich Fernando Alonso im Ferrari die schnellste Zeit des 90-minütigen Regentrainings.

Platz 2 ging an Lewis Hamilton vor Robert Kubica, der zum ersten Mal mit dem neuen F-Kanal an seinem Renault fuhr. Der Pole konnte zunächst nur einige Installationsrunden drehen, erzielte dann aber in den Schlussminuten auf seinen ersten gezeiteten Runden starke Zeiten. Platz 4 belegte Sebastian Vettel vor Adrian Sutil, Jenson Button und Mark Webber.

Alle Piloten wären gerne mehr Runden im Nassen gefahren, um Dinge am Regensetup auszuprobieren, doch die limitierte Anzahl an Regen- und Intermediate-Reifen für das gesamte Wochenende zwang die Teams dazu, Reifen zu sparen und nicht zu viel zu fahren. Jedem Fahrer stehen nur vier Intermediates und drei Regenreifen für alle drei Tage zur Verfügung.

Die Top-10 komplettierten Kamui Kobayashi auf Position 8, GP-Jubilar Rubens Barrichello und Michael Schumacher. Angesichts der schwierigen Streckenbedingungen gab es nur relativ wenige Zwischenfälle. Schumacher, de la Rosa, Hülkenberg und Petrov fuhren allesamt mal durch die Auslaufzonen, Heikki Kovalainen stattete dem Kiesbett einen Besuch ab. Schrott fabrizierte jedoch kein Fahrer.

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Hamilton sucht nach Downforce

Auto noch schneller machen

 

Der Hungaroring und Spa-Francorchamps sind nicht gerade Zwillingsstrecken. Der ungarische Kurs verlangt viel Abtrieb, hat winklige Kurven und ist vergleichsweise langsam. Die belgische Ardennenachterbahn besteht aus schnellen Kurven und High-Speed-Abschnitten. Lewis Hamilton rechnet trotzdem damit, dass sich an der Konkurrenzfähigkeit seines McLaren seit Ungarn nicht viel verändert hat.

“Ich erwarte, dass das Auto genauso ist wie nach dem letzten Rennen”, sagt der Brite. Noch müsse man mehr Tests im Freien Training am Freitag unternehmen, um mehr Informationen zu sammeln. “Jedes Mal wenn ich aus dem Auto aussteige, sage ich, dass es sich auf dieser Strecke nie besser angefühlt habe”, erinnert sich Hamilton. “Aber es ist immer noch nicht schnell genug.”

Auf Downforce-Suche

 

Deshalb arbeiten die McLaren-Ingenieure Tag und Nacht daran, das ungenutzte Potenzial des Autos zu entfesseln. “Wir glauben, dass noch immer etwas Downforce im Auto steckt, den wir derzeit noch nicht ausnutzen”, erklärt Hamilton. In den Trainings möchte das Team herausfinden, wo dieser zusätzliche Downforce steckt. “Erst wenn wir den finden, kommen wir weiter voran.”

Gleichzeitig dürfe McLaren die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari nicht zu weit enteilen lassen. Schließlich verloren die Silbernen schon in Ungarn die Führung in beiden WM-Wertungen. Hoffnung macht Hamilton die Streckencharakteristik in Belgien.

“Es gibt viele schnelle Kurven, aber man braucht dennoch effizienten Downforce”, erklärt er. “Wir sollten hier etwas besser sein als in Ungarn.” Die einzige Gefahr ist der Regen. Denn für sinnvolle Tests benötigt McLaren eine trockene Bahn. Die ist in den Ardennen oftmals selten.

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Red Bull vor Belgien zurückhaltend

Nicht so gut wie in Budapest

 

Genug gefaulenzt, die Formel 1 ist zurück in Action. Am Freitag beginnt in Belgien die Schlussphase der WM. Die Red-Bull-Piloten reisen gut erholt nach Belgien. “Ich konnte intensiv trainieren, um für den Rest der Saison vorbereitet zu sein und in der ersten Hälfte des Urlaubs abschalten”, sagt Sebastian Vettel.

Mark Webber versuchte in seinem Urlaub so weit wie möglich von Flugzeugen und Hotels wegzubleiben. “Denn im letzten Saisonabschnitt gibt es genug davon”, sagt er. “Die Pause hilft den Fahrern, sich zu erholen.”

Sportlich freuen sich beide auf Spa-Francorchamps. “Es gibt wohl keinen Fahrer, der sich nicht darauf freut”, betont Webber. “Die Strecke ist unglaublich und ich erwarte, dass wir dort gut sein werden – aber es bleibt abzuwarten, ob wir so gut wie in Budapest sein werden.” Dort deklassierte Red Bull das Feld um eine Sekunde.

Vettel hat diesbezüglich seine Zweifel. “Unsere Schwäche sind die langen Geraden und auch die Bergaufpassagen”, sagt Vettel im Wissen um den Topspeednachteil gegenüber den Mercedes- und Ferrari-Motoren. “Wir wissen, dass es nicht einfach wird für uns, aber ich bin optimistisch für das Rennen. Die schnellen, flüssigen Kurven sollten unserem Auto liegen”, sagt er. “Wir waren letztes Jahr sehr konkurrenzfähig, aber wir haben im Qualifying etwas verloren.” In diesem Jahr war die Qualifikation hingegen das Paradestück von Red Bull.

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