Williams will ins dritte Qualisegment

Ab Singapur immer gut

Nach dem schwachen Wochenende in Spa war Williams klar, dass es auch in Monza nicht viel besser werden würde. “Wir haben erwartet, dass es ziemlich schwierig würde”, sagt Rod Nelson. “Wir haben größere Probleme mit unserem Low-Downforce-Paket ewartet und genau die haben wir bekommen.”

Selbst Nico Rosberg konnte aus dem Auto nicht mehr herausholen. Jetzt hofft das Team gleich aus zwei Gründen auf Singapur. “Es wird wieder eine High-Downforce-Strecke sein, aber wir bekommen auch ein neues Aero-Upgrade”, so Nelson, der fest davon überzeugt ist, dass das Team in Singapur wieder vorne mitmischen kann.

“Wir erwarten, dass wir hoffentlich beide Autos ins Q3 bringen können”, gibt er das Ziel vor. “Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht bei den verbleibenden Rennen schaffen sollten.” Allerdings räumt er ein, dass es an der Spitze enger geworden ist, seit McLaren und Ferrari Fortschritte erzielt haben. “Aber wir haben noch immer eine Chance. Mit etwas Glück können wir es schaffen.”

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Toyota möchte in Monza punkten

Gutes Ergebnis angepeilt

Der Italien GP in Monza ist für jeden Fahrer etwas Besonderes, für Jarno Trulli gilt das aber umso mehr, immerhin ist es sein Heimrennen. “Es würde mir viel bedeuten, dort ein starkes Ergebnis einzufahren”, sagt er. Dafür werde er alles geben.

Mut macht ihm die Performance in Belgien. “Es war sehr ermutigend, in Belgien aus der ersten Reihe zu starten”, so Trulli. “Hoffentlich ist das ein Zeichen dafür, dass wir jetzt im Qualifying das volle Potenzial aus dem Auto herausholen können.” Im Rennen habe er Pech gehabt und die Chance auf eine gute Platzierung verspielt. “Ich hoffe, dass ich das in Italien nachholen kann.”

Das Auto sei in Spa konkurrenzfähig gewesen. Mit einigen weiteren Veränderungen für Monza soll das so bleiben. “Es wird sicher ein enger Wettkampf, aber wir haben die Chance, wieder in die Punkte zu fahren.” Das hofft auch Timo Glock. “Leider lief es im Rennen in Spa nicht wie gewollt, obwohl das Qualifying viel versprechend war.” Das Ziel für Monza ist unverändert: “Wir möchten am Samstag beide Fahrer in die Top-8 bringen, weil uns das die beste Chance gibt, die Ergebnisse einzufahren, zu denen unser Auto fähig ist.”

Am Auto wird es in diesem Jahr weniger Veränderungen geben als in den vergangenen Jahren. “Früher haben wir ein komplett neues Aerodynamikpaket für Monza vorbereitet, das ist in diesem Jahr etwas anders”, verrät Pascal Vasselon. Angesichts des geringeren Downforce-Levels der neuen Boliden verwendet das Team ein ähnliches Paket wie in Spa. Denn Monza und Spa sind die einzigen Strecken, die so wenig Luftwiderstand benötigen. Deshalb hat Toyota vor allem Updates für den Front- und Heckflügel im Gepäck. “Wir erwarten, damit wieder konkurrenzfähig zu sein”, ist Vasselon überzeugt.

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Räikkönens sieglose Zeit wird ein Jahr alt

Das Aero-Paket stimmt zuversichtlich

 

Es ist etwas mehr als ein Jahr her, dass Kimi Räikkönen sein letztes Formel-1-Rennen gewonnen hat. Das war in Barcelona 2008. Damals konnte er Pole Position, den Sieg und die schnellste Rennrunde einfahren. Seitdem wartet er. “Ich kam ein paar Mal sehr nahe – ich denke an Magny Cours, Montreal und Spa -, aber aus dem einen oder anderen Grund schaffte ich es nie. Dennoch, ein Fahrer verliert nie die Lust aufs Siegen und ich will das Gefühl so bald wie möglich wieder erleben”, lässt der Ferrari-Pilot wissen, bevor es wieder nach Spanien geht.

Der Finne freut sich auf die Rückkehr nach Europa und den Circuit de Catalunya mag er ohnehin, da er dort bereits zwei Mal gewonnen hat. Ob dieses Jahr auch ein Sieg möglich sein wird, ist allerdings noch fraglich, immerhin hat Ferrari einiges aufzuholen. Räikkönen hat vom Team gehört, dass die ersten Eindrücke des neuen Aerodynamik-Pakets positiv sind. “Es wird interessant, das Auto am Freitag beim Training auf die Strecke zu bringen. Wir sind im März dieses Jahres dort gefahren, aber es ist von den Tests her immer schwer zu verstehen, wer im Feld stark ist. Außerdem haben sich viele Autos seitdem verändert. Mit dem neuen Aerodynamik-Paket werden wir mehr Abtrieb haben als in den ersten vier Rennen, aber beinahe alle Anderen werden mit irgendeinem Update auftauchen. Wir werden sehen, wer die bessere Arbeit gemacht hat”, sagt Räikkönen.

Gutes Auto und gutes Qualifying gefragt

 

In Barcelona wird sich das gleich besonders gut erkennen lassen, denn die aerodynamische Effizienz ist dort entscheidend. “Aus technischer Sicht ist es eine sehr anspruchsvolle Strecke und man braucht ein gutes Auto, um vorne zu sein. Ein gutes Qualifying wird wichtig, damit man nicht im Feld fest hängt und den Risiken aus dem Weg geht, die in so einer Situation beim Start bestehen; wir haben in Bahrain den Preis dafür bezahlt”, erklärt der Finne. Überholfreundlich war Barcelona ohnehin nie, in diesem Punkt vertraut Räikkönen aber auf das KERS, von dem er auch beim Start einen Vorteil erwartet.

“Bislang haben wir nur drei Punkte geholt. Der sechste Platz in Bahrain war annehmbar, aber jetzt müssen wir noch viel mehr erreichen wollen”, betont er. Die Zeit seit dem Bahrain-Wochenende hat der Finne zu Hause in der Schweiz verbracht, wo er trainiert und sich die Eishockey-WM angesehen hat. Klarerweise feuerte er dabei Finnland an. “Am Montagabend haben wir sehr gut gespielt und gegen Kanada gewonnen: dieses Match hat gezeigt, dass man nie aufgeben und bis zum Ende kämpfen sollte. Das werden wir bei Ferrari auch tun.”

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Räikkönen plant schon sein Comeback

Viel für nächstes Jahr gelernt

2008 lässt sich nicht unbedingt als die beste Saison von Kimi Räikkönen bezeichnen. Manchmal war es Pech, das den Finnen heimsuchte, andere Male waren es kleine Fehler mit großen Auswirkungen. Seit Fuji ist er außerdem auch rein rechnerisch aus dem WM-Rennen, doch Räikkönen sieht keinen Grund, warum er 2009 nicht wieder zurückkommen sollte. “Sicher hatte ich früher bessere Momente als diesen. Das ist Teil des Spiels. Dann kommt wieder ein gutes Ergebnis und von einer Woche auf die nächste beginnen jene Leute, die meinten, man sei unfähig, plötzlich ganz anders über einen zu reden… es ist nicht das erste Mal”, erklärte er dem Magazin Autosprint.
Wie er weiter meinte, würde er natürlich gerne mehr gute Ergebnisse haben und weniger Fehler machen, doch das passiere manchmal. “Mir ist lieber, das passiert diese Saison, die ohnehin nicht gut war, und nicht nächstes Jahr”, betonte er. Er konnte nur auf die oft benutzte Weisheit verweisen, dass alles passen muss, damit die Ergebnisse auch passen und das passiere eben nicht immer. “Voriges Jahr gingen wir durch eine ähnliche Phase und kamen da wieder raus. Dieses Jahr gab es Probleme, die wohl aus bestimmten Entscheidungen erwuchsen und als wir wieder zurückgingen, war es zu spät”, sagte er. Und das habe vielleicht die Saison gekostet, stellte er fest. “Zumindest haben wir etwas für nächstes Jahr gelernt.”

Erst in Spa wieder Besserung

Was genau während des Jahres schief gelaufen war, beschrieb Räikkönen nicht näher. Er meinte nur, dass Änderungen am Auto ihm nicht geholfen hätten, weswegen er in Spa wieder zu einer älteren Spezifikation wechselte, die ihm besser passte. “Da waren wir aber schon zurück, es war zu spät. Ich fühle mich im Auto aber zumindest wieder gut, auch wenn es nicht immer so ist, wie ich es gerne hätte. Manchmal läuft es gut, andere Male ist es schwer, es bei der Leistung konstant hinzukriegen”, erzählte der Finne. Trotz unterschiedlicher Reifen und auch Aerodynamik könne man die Erkenntnisse dieses Jahres nun aber ins nächste mitnehmen, fügte er noch an.

Als bald abgelöster Weltmeister musste Räikkönen natürlich auch zum aktuellen WM-Kampf Stellung nehmen und dort sah er rein nach Punkten klarerweise Hamilton im Vorteil. “Aber die Dinge können sich schnell ändern. Wer weiß, vielleicht haben andere wieder Unfälle, so wie am Sonntag. Ich hätte voriges Jahr nicht auf meine Chancen zum Titelgewinn gewettet. Es wäre schön für Felipe und das Team, wenn er es schaffen könnte. Aber für mich, für meinen Punktestand, ändert das nichts mehr.”

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McLaren-Berufung am 22. September

Entscheidung in Paris

Nachdem McLaren Berufung gegen die Strafe von Lewis Hamilton in Spa eingelegt hatte, war von der FIA angekündigt worden, dass die diesbezügliche Verhandlung noch vor dem Rennen in Singapur am 28. September stattfinden soll. Und an diese Ankündigung hat sich die FIA auch gehalten. Wie am Freitag erklärt wurde, wird die Berufung am 22. September um 10.00 Uhr in Paris verhandelt.
Hamilton hatte in Spa eine 25-Sekunden-Strafe wegen eines Vorteils durch das Abkürzen einer Schikane ausgefasst und war deswegen von Platz eins auf drei zurückgefallen. Zunächst wird aber erst geklärt werden müssen, ob der Einspruch von McLaren auch zulässig war. Eine Entscheidung oder ein Urteil soll am 23. September folgen.

 

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