3. Freies Training

Kubica sticht alle aus

 

Der Renault-Pilot Robert Kubica wird seiner Geheimfavoritenrolle gerecht: Im 3. Freien Training am Samstagvormittag fuhr der Pole in 1:14.806 Minuten die schnellste Zeit des Wochenendes. Knapp hinter ihm reihte sich Felipe Massa ein. Der Brasilianer hatte 0,046 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit des Polen. Weniger gut lief es für Massas Teamkollegen Fernando Alonso, der nach einem Fahrfehler in der Leitplanke landete und nur sechs Runden fahren konnte.

Noch weniger zum Fahren kam Timo Glock, dessen Virgin-Bolide bereits nach drei Runden mit einem Hydraulikdefekt ausrollte. Hinter Kubica und Massa reihten sich Mark Webber, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Michael Schumacher in den Top-6 ein. Nico Rosberg erwischte im Schlussspurt keine wirklich freie Runde, kam aber immerhin hauchdünn hinter seinem Teamkollegen auf Platz 7.

Die Top10 komplettierten Sebastien Buemi im Toro Rosso, Adrian Sutil im Force India und Jenson Button im zweiten McLaren. Die Schlussminuten des 3. Trainings gaben bereits einen Vorgeschmack auf das zu erwartende Verkehrschaos im Qualifying – kaum ein Fahrer hatte freie Fahrt.

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Sebastian Vettel fährt erste Pole des Jahres

Schumacher beim Comeback auf 7

 

Der Vizeweltmeister des vergangenen Jahres macht dort weiter, wo er 2009 aufgehört hat: Sebastian Vettel fuhr in seinem Red Bull die schnellste Zeit des ersten Qualifyings des Jahres. Vettel setzte sich um gut ein Zehntel gegen Felipe Massa durch. Fernando Alonso fehlte bereits eine halbe Sekunde auf die Bestzeit des Deutschen.

“Ich bin sehr glücklich”, sagte Red Bull-Teamchef Christian Horner. “Das war super Arbeit von Sebastian und dem Team. Wir wurden immer schneller. Endlich haben wir zum ersten Mal mit wenig Sprit gesehen, wie schnell wir sind.” Hinter Vettel und den beiden Ferrari reihte sich Lewis Hamilton auf dem vierten Platz ein. Bester Mercedes-Pilot war Nico Rosberg auf Platz 5.

Rosberg war das gesamte Wochenende über schneller als sein Teamkollege Michael Schumacher, der hinter Rosberg und Mark Webber von Startplatz 7 ins Rennen gehen wird. Die Top10 komplettieren Weltmeister Jenson Button, Robert Kubica und Adrian Sutil.

Duell der Neulinge

 

Mit Virgin, Lotus und HRT waren drei neue Teams zum ersten Mal in einem Qualifying unterwegs. Als Sieger ging Timo Glock im Virgin Racing Boliden hervor. Der Deutsche setzte sich haarscharf gegen Lotus-Mann Jarno Trulli durch. Dahinter folgten Heikki Kovalainen, ebenfalls im Lotus, und der zweite Virgin-Fahrer Lucas di Grassi.

“Von einer Enttäuschung kann man nicht sprechen”, sagte Glock. “Jeder hat gedacht, dass wir von den Top10 meilenweit weg wären. Deshalb sind wir nicht enttäuscht. Ich bin froh, dass wir das Beste der neuen Teams sind. Das war unser klares Ziel.”

Die letzten beiden Plätze belegten Bruno Senna und Karun Chandhok, die ohne Testfahrten ein respektables Debüt hinlegten. Chandhok fuhr im Qualifying sogar seine einzigen sieben Runden mit dem neuen Auto. Die drei Trainings musste er wegen technischer Probleme auslassen.

Für Williams-Debütant Nico Hülkenberg war im Q2 Schluss. “Ich bin absolut verärgert”, sagte er. “Das Ziel waren die Top10. Ich lag ein bisschen auf Kurs, aber nicht ganz. Ich hätte Rubens [Barrichello] schlagen können, habe aber in der letzten Kurve etwas verschenkt.”

Das Qualifying im Überblick

 

1. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

ausgeschieden: Alguersuari, Glock, Trulli, Kobalainen, di Grassi, Senna, Chandhok

 

 

 Top-6: Alonso, Vettel, Sutil, Webber, Massa, Hamilton

2. Session

 Zwischenfälle: keine

 

 

 ausgeschieden: Barrichello, Liuzzi, Hülkenberg, de la Rosa, Buemi, Kobyashi, Petrov

Top-6: Vettel, Alonso, Webber, Massa, Rosberg, Hamilton

 

 

  3. Session

 

 

  Zwischenfälle: keine

 

 

 Top-6: Vettel, Massa, Alonso, Hamilton, Rosberg, Webber

 

 

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Alonso mit schnellster Zeit im Training

Glock verliert Rad

 

Mit der schnellsten Zeit des Rennwochenendes setzte sich Fernando Alonso im dritten Freien Training an die Spitze der Zeitenliste. Der Spanier benötigte für eine Umrundung des Kurses 1:54.099 Minuten und war damit gut zweieinhalb Zehntel schneller als Nico Rosberg im Mercedes GP. Platz 3 belegte Mark Webber hauchdünn vor Michael Schumacher. Eine weitere Zehntel zurück landete Sebastian Vettel auf dem fünften Platz.

Die Top10 komplettierten Felipe Massa im zweiten Ferrari, Jenson Button als bester McLaren-Pilot, Robert Kubica, Tonio Liuzzi und Nico Hülkenberg.

Eine Schrecksekunde hatte Timo Glock zu überstehen. Der Virgin-Pilot verlor zur Hälfte des Trainings sein linkes Vorderrad und musste sich mit einem schwarz-roten Dreirad an die Box zurückschleppen. Als Ursache wurde ein Problem mit dem Schlagschrauber angegeben. Am Freitag war Bruno Senna ein ähnliches Problem widerfahren: Ihm brach nach Ende des 2. Trainings eine Radmutter hinten rechts. Fernando Alonso wurde nach dem Ungarn GP 2009 in erster Instanz für ein Rennen gesperrt, weil sein Renault ein Rad verloren hat und das Team ihn wissentlich nicht rechtzeitig über das lockere Rad informierte. Die Sperre wurde später in eine Geldstrafe umgewandelt.

Noch schlimmer erwischte es HRT-Pilot Karun Chandhok. Der Rookie musste das gesamte Training über zuschauen, weil noch fleißig an seinem Boliden gewerkelt wurde. Bereits am Freitag konnte er keine einzige Runde drehen. Somit geht Chandhok ohne eine einzige Runde in seinem neuen Arbeitsgerät gefahren zu sein ins Qualifying – sollte das Auto bis dahin funktionstüchtig sein. Sein Teamkollege Bruno Senna konnte wenigstens eine Handvoll Runden fahren.

Aber auch bei den Topteams gab es Probleme. Lewis Hamilton hatte Probleme mit dem rechten Vorderrad und musste sein Training vorzeitig beenden. Seine Qualifyingsimulation fiel somit aus.

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Barrichello im Regen vorne

Keine Besserung beim Wetter

 

Regen, Regen, Regen. Die Formel-1-Tests in Jerez verkommen weiter zu Schwimmfestspielen. Auch der zweite Testtag in dieser Woche war größtenteils ein Reinfall: Immer wieder zwangen Regenschauer die Piloten dazu, an die Box zurückzugehen und auf Besserung zu warten. Die trat jedoch nicht ein.

Deshalb griffen manche Teams wie Force India, Ferrari und Williams zu einem Notprogramm und trainierten Boxenstopps, um wenigstens etwas Vorbereitung für den Saisonauftakt in Bahrain aus dem Tag mitzunehmen. Neben dem Regen setzte auch der Wind den Fahrern zu. Felipe Massa hatte zudem ein mechanisches Problem an seinem Ferrari, das ihn sehr viel Zeit kostete.

Platz 1 der abermals vollkommen aussagelosen Zeitenliste belegte Rubens Barrichello, der im Williams FW32 auch der fleißigste Pilot des Tages war. Seine Zeit von 1:27.577 Minuten war angesichts des Regens ohne jede Bedeutung. Hinter ihm reihten sich Renault-Debütant Vitaly Petrov, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, Massa und Mercedes-Pilot Nico Rosberg ein. Der Silberpfeilpilot hatte wieder einmal Pech und erwischte einen Tag ohne trockene Streckenverhältnisse. Am Freitag übernimmt plangemäß Michael Schumacher den MGP W01.

Abflug von Kovalainen

 

Vier Mal musste der Testtag unterbrochen werden. Die erste rote Flagge verursachte Timo Glock, der in der Michelin-Kurve mit seinem Virgin von der Bahn abkam und im Kiesbett stecken blieb. Bis dahin hatte Glock 15 Runden binnen gut 40 Minuten zurückgelegt – das waren 50% mehr als am gesamten Vortag. Nach dem Pech der vergangenen Testtage konnte Glock trotz des Ausritts über 70 Runden zurücklegen. Die zweite rote Flagge wurde am Vormittag nicht von einem Fehler oder Defekt ausgelöst, sondern weil die Strecke gesäubert werden musste.

Den einzigen Unfall des Tages erlebte Heikki Kovalainen, der in Kurve 3 abflog, die Reifenstapel berührte und dabei seinen Frontflügel beschädigte. Da dies erst der erste Test für den neuen Lotus T127 ist, hatte das Team noch keinen Ersatzfrontflügel dabei und musste für den Rest des Tages aussetzen. “Es war mein Fehler, sorry!”, teilte Kovalainen mit.

Technikchef Mike Gascoyne nahm es gelassen: “Die Ersatzteile sind auf dem Weg, werden aber nicht vor 2:00 Uhr Nachts hier sein. Die Bedingungen wurden danach etwas besser, schade, dass wir nicht fahren konnten. Aber wenigstens konnten wir das Hydraulikproblem beheben.” Dieses hatte Kovalainen vor seinem Abflug zu einer Reparaturpause gezwungen. Bis Freitag nimmt das Team als Vorsichtsmaßnahme auch einen Motorwechsel vor. Zumindest die Servolenkung war am Donnerstag funktionsfähig. Am Mittwoch musste Fairuz Fauzy noch ohne auskommen.

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3. Freies Training

Massa mit Bestzeit

Felipe Massa wurde am Samstagvormittag seinem Ruf als König von Istanbul gerecht. Der Sieger der letzten drei Türkei-Rennen schnappte sich mit einer Zeit von 1:27.983 Minuten die Bestzeit, war damit jedoch nur 0,039 Sekunden schneller als Jarno Trulli und 0,111 Sekunden vor Timo Glock. Damit bestätigte Toyota den Aufwärtstrend vom Freitag: Nach dem enttäuschenden Monaco-Wochenende kehrten sie vom Ende des Feldes an die Spitze zurück.

Noch nicht an der Spitze waren die Brawn GP, die in den ersten sechs Rennen das Feld dominiert hatten. Rubens Barrichello rangierte sich als bester Brawn-Pilot auf dem 6. Platz ein – hinter Kazuki Nakajima und Robert Kubica. Letzterer scheint mit dem neuen Aerodynamikpaket bei BMW Sauber, inklusive Doppel-Diffusor, bislang besser zurechtzukommen als Nick Heidfeld. Der Deutsche belegte nur Rang 14.

Hinter Barichello reihte sich WM-Spitzenreiter Jenson Button auf dem 7. Platz ein. Die Top10 komplettierten Nico Rosberg, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, der im letzten Sektor über Untersteuern klagte und dort viel Zeit auf die Konkurrenz verlor. Die McLaren Mercedes waren am Samstag nicht so weit vorne zu finden wie am Freitag. Lewis Hamilton wurde 12., Heikki Kovalainen nur 15.

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