3. Freies Training

Vettel vor Kubica

 

Sebastian Vettel fuhr im letzten Freien Training in Valencia die Bestzeit. In 1:38.052 Minuten fuhr der Deutsche ein Zehntel schneller als sein erster Verfolger Robert Kubica auf Platz 2. Vettels Teamkollege Mark Webber landete mit zweieinhalb Zehnteln Rückstand auf Rang drei. Beide Red Bull Piloten setzten den überarbeiteten F-Kanal ein, den das Team an diesem Wochenende erstmals auch im Rennen nutzen wird.

Die ungewöhnliche Reihenfolge in der Zeitenliste setzen Adrian Sutil, Fernando Alonso, Rubens Barrichello, Tonio Liuzzi und Felipe Massa auf den Positionen vier bis acht fort. Bester McLaren-Pilot wurde Jenson Button vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton auf Platz neun. Nico Rosberg scheiterte als Elfter knapp an den Top-10. Sein Teamkollege Michael Schumacher suchte weiter den Rhythmus auf der ihm unbekannten Strecke. Der Rekordweltmeister wurde nur Fünfzehnter.

Wie am Freitag gab es einige Ausrutscher neben die Strecke, unter anderem von Robert Kubica. Den einzigen technischen Defekt des Tages hatte Timo Glock. Der Virgin-Pilot rollte schon nach seiner ersten Runde langsam an die Box zurück. Am Ende konnte er aber dennoch 17 Runden absolvieren. Sein Problem rührte vom Gaspedal respektive der Getriebesteuerung her.

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Qualifying

Webber auf Pole

 

Man kann in Malaysia die Uhr danach stellen: Kurz vor dem Qualifying öffnete der Himmel über Sepang seine Schleusen. Zwar war der Regen nicht so schlimm wie an den Vortagen um diese Uhrzeit, dann hätte das Qualifying nicht gestartet werden können, trotzdem hatten die Fahrer mit der Gischt und der nassen Bahn zu kämpfen.

Am besten kam damit im letzten Qualifying der Australier Mark Webber zurecht. Der Red Bull Pilot holte die dritte Pole seines Teams im dritten Rennen, seines erste in diesem Jahr. In 1:49.327 Minuten war er 1,3 Sekunden schneller als sein erster Verfolger Nico Rosberg auf Position 2. Das Erfolgsrezept des Australiers: Er fuhr mit Intermediates statt mit extremen Regenreifen.

Webbers Teamkollege Sebastian Vettel startet neben seinem Landsmann Adrian Sutil aus der zweiten Reihe. Hinter Webber liegen mit Rosberg, Vettel, Sutil und Nico Hülkenberg vier Deutsche.

Der fünfte Deutsche im Q3, Michael Schumacher, startet hinter Robert Kubica und Rubens Barrichello auf Platz 8. Die Top10 rundeten Kamui Kobayashi und Tonio Liuzzi ab.

Chaos im Q1: Ferrari & McLaren raus

 

Felipe Massa, Lewis Hamilton, Fernando Alonso – die Liste der prominenten Opfer des ersten Qualifyings ist lang. Auch Jenson Button landete im Regen im Kiesbett und konnte deshalb nicht am zweiten Qualifying teilnehmen. Mehr als Startplatz 17 gab es für den amtierenden Weltmeister also nicht.

Gleich drei der vier Topteams begingen den Fehler, zu lange zu warten, bevor sie auf die Strecke gingen – McLaren, Mercedes GP und Ferrari rechneten damit, dass der Regen nachlassen und die Strecke besser werden würde. Das Pokerspiel ging nicht auf: Die Bedingungen wurden eher schlechter. Die Fahrer drehten sich über die Strecke, Alonso legte sogar einen 720-Grad-Dreher hin. Nur Sebastian Vettel machte alles richtig und ging früh genug auf Zeitenjagd. Michael Schumacher und Nico Rosberg hatten Glück: Sie schlüpften gerade noch so ins Q2.

“Die Wettervorhersage war durchwachsen”, sagte Button. “Früh rauszugehen war vielleicht richtig, wir haben gewartet, das war im Nachhinein wohl falsch. Wir sahen aber kein Risiko. Es ist enttäuschend, dass ich im Kies landete und Lewis auch nicht durchkam.”

Felipe Massa gestand ebenfalls eine falsche Wettervorhersage ein. “Es hat am Anfang so stark geregnet und die Vorhersage meinte, dass es nicht lange so bleiben würde”, erklärte der Brasilianer. “Dann hörte es wieder auf und wir sind rausgefahren. Wir haben auf den Regen geachtet, das war ein Fehler. Im Trockenen wird es am Sonntag schwierig, im Nassen noch schwieriger.”

Fernando Alonso bestätigte: “Wir haben uns verrechnet und gedacht, es hört nach fünf Minuten auf zu regnen. Das hat es auch ganz kurz, aber dann, als wir draußen waren, hat es wieder angefangen – dann ging nix mehr.” Alonso beklagt sich aber nicht. “Was soll’s? Das Rennen ist morgen und auch die Punkte gibt es erst morgen.”

Neben den Topfahrern verabschiedeten sich auch Jarno Trulli, Karun Chandhok, Bruno Senna und Lucas di Grassi im ersten Abschnitt. Timo Glock schaffte mit einer frühen Runde als erster Virgin-Fahrer den Sprung ins Q2! Auch Heikki Kovalainen kam in Runde 2 und platzierte seinen Lotus vor dem Deutschen.

“Das Q2 zu erreichen ist optimal”, freute sich Glock. “Ich bin direkt raus gegangen und habe eine Knallerrunde probiert – das hat gereicht. Mehr wäre auch nicht gegangen.” Im Q2 verspielte er sich mit dem Reifendruck. “Sonst hätte ich Heikki geschlagen. Trotzdem bin ich froh, dass wir ins Q2 kamen und die großen Teams etwas ärgern konnten.”

Das Qualifying im Überblick

 

 

 

 1. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: Regen, Dreher & Abflug Petrov, Abflug Buemi, Abflug Senna, Dreher Hamilton, Abflug Button, Dreher Alonso, Abflug Massa

ausgeschieden: Trulli, Alonso, Hamilton, Massa, Chandhok, Senna, di Grassi

Top-6: Kubica, de la Rosa, Vettel, Petrov, Kobayashi, Alguersuari

2. Session

 

 

Zwischenfälle: Dreher Glock

ausgeschieden: Petrov, de la Rosa, Buemi, Alguersuari, Kovalainen, Glock, Button

Top-6: Vettel, Kubica, Sutil, Hülkenberg, Rosberg, Kobayashi

3. Session

 

 

Zwischenfälle: keine

 

 

Top-6: Webber, Rosberg, Vettel, Sutil, Hülkenberg, Kubica

 

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Alonso mit schnellster Zeit im Training

Glock verliert Rad

 

Mit der schnellsten Zeit des Rennwochenendes setzte sich Fernando Alonso im dritten Freien Training an die Spitze der Zeitenliste. Der Spanier benötigte für eine Umrundung des Kurses 1:54.099 Minuten und war damit gut zweieinhalb Zehntel schneller als Nico Rosberg im Mercedes GP. Platz 3 belegte Mark Webber hauchdünn vor Michael Schumacher. Eine weitere Zehntel zurück landete Sebastian Vettel auf dem fünften Platz.

Die Top10 komplettierten Felipe Massa im zweiten Ferrari, Jenson Button als bester McLaren-Pilot, Robert Kubica, Tonio Liuzzi und Nico Hülkenberg.

Eine Schrecksekunde hatte Timo Glock zu überstehen. Der Virgin-Pilot verlor zur Hälfte des Trainings sein linkes Vorderrad und musste sich mit einem schwarz-roten Dreirad an die Box zurückschleppen. Als Ursache wurde ein Problem mit dem Schlagschrauber angegeben. Am Freitag war Bruno Senna ein ähnliches Problem widerfahren: Ihm brach nach Ende des 2. Trainings eine Radmutter hinten rechts. Fernando Alonso wurde nach dem Ungarn GP 2009 in erster Instanz für ein Rennen gesperrt, weil sein Renault ein Rad verloren hat und das Team ihn wissentlich nicht rechtzeitig über das lockere Rad informierte. Die Sperre wurde später in eine Geldstrafe umgewandelt.

Noch schlimmer erwischte es HRT-Pilot Karun Chandhok. Der Rookie musste das gesamte Training über zuschauen, weil noch fleißig an seinem Boliden gewerkelt wurde. Bereits am Freitag konnte er keine einzige Runde drehen. Somit geht Chandhok ohne eine einzige Runde in seinem neuen Arbeitsgerät gefahren zu sein ins Qualifying – sollte das Auto bis dahin funktionstüchtig sein. Sein Teamkollege Bruno Senna konnte wenigstens eine Handvoll Runden fahren.

Aber auch bei den Topteams gab es Probleme. Lewis Hamilton hatte Probleme mit dem rechten Vorderrad und musste sein Training vorzeitig beenden. Seine Qualifyingsimulation fiel somit aus.

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Jerez, Tag 3

Kubica vorne, Ralf hinten

Der dritte Testtag von Jerez brachte den dritten Bestzeithalter. Dieses Mal war es dem Polen Robert Kubica vergönnt, auf Slicks die schnellste Zeit zu fahren (1:19.157, 87 Runden). Der BMW-Sauber-Pilot war knapp zwei Zehnntel schneller als Lewis Hamilton (1:19.331, 64) und Felipe Massa (1:19.333, 68), den einzigen beiden Piloten in den Top Ten, die nicht mit profillosen Reifen auf der Strecke waren
Wenn in Spanien der Nikolaus kommt, ist Feiertag. So kamen über 17.000 Fans zu den Testfahrten nach Jerez – und das obwohl ihr Liebling Fernando Alonso gar nicht anwesend war. Dafür sahen sie jedoch die Fortsetzung des Testcomebacks von Rekordchampion Michael Schumacher. Schon in Barcelona saß der 37-jährige für zwei Tage im Ferrari, heute griff er wieder ins Lenkrad des F2007. Dem 37-jährigen war es dabei vorbehalten, für die Scuderia die Slicks zu testen. Ein erneutes dickes Ausrufezeichen ersparte sich Schumacher dieses Mal. Holte er in Barcelona noch zwei Mal die Bestzeit, belegte er heute nur den achten Rang (1:19.885).
Das Ausrufezeichen kam dieses Mal von seinem Bruder – allerdings in negativer Hinsicht. Bei seinem ersten und vermutlich letzten Einsatz für Force India kam Ralf Schumacher nicht über den letzten Platz hinaus und war dabei gut sieben Zehntel langsamer als Mitbewerber Viatantonio Liuzzi. Zudem leistete sich der ehemalige Toyota-Pilot gleich zwei Abflüge. Anscheinend ahnte er schon, dass er es als einer von sieben Kandidaten im Kampf um das Force india-Cockpit schwer haben würde und verkündete schon im Vorfeld seines Eisnatzes, dass der Test nur ein “Freundschaftsdienst” für Teambesitzer Mallya sei. So könnte dies der letzte Auftritt von Ralf Schumacher in der Formel 1 gewesen sein.

Besser lief es hingegen für seinen Nachfolger bei Toyota, Timo Glock. Der Odenwälder war heute schnellster Deutscher und fuhr hinter Red Bull-Pilot Mark Webber (1:19.605, 63) auf Platz fünf der Zeitentabelle (1:19.687), obwohl er wegen eines Hydraulikproblems am Vormittag nur 40 Runden drehen konnte. “Es war sehr interessant, Timos Auto mit den Slicks fahren zu lassen und wir haben viele Informationen sammeln können, die uns helfen werden, die Umstellung 2009 zu meistern”, sagte Toyota-Technikdirektor Pascal Vasselon. Glocks Teamkollege Jarno Trulli (1:20.775, 99) fuhr hingegen Longruns mit einem modifizierten Heck und landete auf Platz 14.

Auf den Plätzen 10 bis 12 fand sich mit Nick Heidfeld (1:20.125, 87), Nico Rosberg (1:20.301, 65) und Sebastian Vettel ein deutsches Trio wieder (1:20.339, 56). Vettels Topzeit war einen Tick schneller als die seines Teamkollegen Sebastien Bourdais (P13, 1:20.507, 55), dafür verursachte Vettel eine rote Flagge nach einem Abflug. Gleiches Missgeschick passierte Takuma Sato (P18, 1:21.093, 79), der heute gemeinsam mit Nachwuchsfahrer Luca Fillipi (P16, 1:20.915, 83) für Super Aguri im Einsatz war. Die letzte rote Flagge beendete gleichzeitig den Testtag. Nachdem der Williams von Kazuki Nakajima (P15, 1:20.802, 39) Öl auf der Strecke verteilte, musste der Japaner sein Auto abstellen.

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