19. Jul, 2010
Adria International Raceway neu im Kalender
Die populärste internationale Tourenwagenserie ergänzt ihren bestehenden Kalender um einen Lauf und trägt am 31. Oktober 2010 ein Rennen auf dem Adria International Raceway aus. Das Rennen auf dem modernen Kurs vor den Toren Venedigs wird der zehnte von elf Läufen der DTM Saison 2010. Vier Wochen später, am 28. November, folgt dann das DTM Finale auf dem Stadtkurs in der chinesischen Metropole Shanghai.
Das Gastspiel an der Adria ist nicht das erste der DTM; bereits 2003 und 2004 wurden DTM-Wertungsläufe auf dem Adria International Raceway ausgetragen. Im Premierenjahr siegte der Niederländer Christijan Albers (Mercedes-Benz), während im Jahr 2004 der spätere Titelträger Mattias Ekström (Audi) das Rennen auf dem kompakten Kurs für sich entscheiden konnte.
Der Adria International Raceway wurde 2002 eröffnet. Als besonderes Merkmal gilt das überdachte Fahrerlager: In einer überdimensionalen Halle fahren die Team-Lkw direkt an die hinteren Eingänge der Boxen. Mit vier Kurven pro Kilometer ist die italienische Rennstrecke die kurvenreichste im aktuellen DTM Kalender. Der 2,702 km kurze Kurs kombiniert enge Schikanen mit 180 Grad-Kehren. Jedes Mal aufs Neue heißt es für die Fahrer: brutal bremsen, optimal einlenken und früh wieder beschleunigen.
Fünf der aktuellen DTM-Piloten kennen die italienische Strecke bereits aus den Jahren 2003 und 2004: Mercedes-Benz-Pilot Gary Paffett und die Audi-Piloten Mattias Ekström, Timo Scheider, Martin Tomczyk und Markus Winkelhock. “Schlüsselstellen sind vor allem die Haarnadelkurven. Hier muss man den optimalen Bremspunkt finden und dann so viel Geschwindigkeit wie möglich mit auf die Geraden nehmen”, erinnert sich Martin Tomczyk, der 2004 das Rennen als Achter beendete.
Der neue DTM-Kalender 2010 im Überblick:
25.04. Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
23.05. Valencia (E)
06.06. EuroSpeedway Lausitz (D)
04.07. Norisring (D)
08.08. Nürburgring (D)
22.08. Circuit Park Zandvoort (NL)
05.09. Brands Hatch (GB)
19.09. Oschersleben (D)
17.10. Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
31.10. Adria Raceway (I)
28.11. Shanghai (CN)
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18. Feb, 2010
Ein neues Gesicht
Neun Wochen vor dem Start der DTM-Saison 2010 ist der Audi-Fahrerkader für die populärste internationale Tourenwagen-Rennserie komplett. Für Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen, der sich 2010 ganz auf Sportwagen-Rennen mit dem Audi R15 TDI konzentriert, kommt der junge Spanier Miguel Molina neu ins Team.
Der 21-Jährige hinterließ bei Testfahrten mit dem Audi A4 DTM den stärksten und besten Eindruck aller Kandidaten. “Miguel ist nicht nur ein charmanter junger Bursche, er ist auch sehr schnell”, erklärt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. “Er war schon vor zwei Jahren bei Testfahrten mit dem A4 DTM sehr flott unterwegs. Mit 18 Jahren wäre der Schritt in die DTM unserer Meinung nach für ihn aber etwas zu früh gekommen. Deshalb freue ich mich, dass er den guten Eindruck und die Performance von damals nun bestätigt hat.”
Mit 21 Jahren ist der aus Girona bei Barcelona stammende Spanier der jüngste Audi-Werksfahrer, der bisher ausschließlich im Formel-Sport aktiv war und nun erstmals mit einem Dach über dem Kopf an den Start geht. “Für mich geht ein Traum in Erfüllung”, sagt Molina. “Für Audi in der DTM zu fahren, ist einfach fantastisch. Audi ist eine faszinierende Marke mit tollen Autos und die DTM nachweislich eine der härtesten Rennserien der Welt. Ich werde alles daransetzen, die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.”
Ein besseres Team hätte sich Molina für seine Debütsaison in der DTM kaum wünschen können: Genau wie Titelverteidiger Timo Scheider, der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström, der viermalige DTM-Rennsieger Martin Tomczyk und Aufsteiger Oliver Jarvis startet der junge Spanier für das Audi Sport Team Abt Sportsline, das zuletzt dreimal in Folge den DTM-Champion stellte und neben vier Audi A4 DTM der aktuellsten Generation (interne Bezeichnung: “R14 plus”) in der Saison 2010 erneut ein fünftes Fahrzeug des vorangegangenen Modelljahres (“R14″) einsetzt.
Katherine Legge, die 2009 für das Audi Sport Team Abt Sportsline an den Start ging, wechselt zum Audi Sport Team Rosberg und wird neue Teamkollegin von Markus Winkelhock. Im Audi Sport Team Phoenix werden mit Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller jene zwei Piloten wiedervereint, die 2008 im Audi R10 TDI gemeinsam den Meistertitel in der Le Mans Series gewannen. Erstmals auf der Strecke im Einsatz sind sie vom 24. bis 27. März bei den offiziellen DTM-Testfahrten in Valenica, ehe am 25. April auf dem Hockenheimring das erste Rennen des Jahres über die Bühne geht.
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21. Sep, 2009
Würdige Vertretung
Seit Martin Tomczyks Sieg 2006 schien Barcelona kein gutes Pflaster mehr für Audi zu sein: Auf das Rennaus für die beiden Titelkandidaten Tomczyk und Mattias Ekström 2007, auf das ein handfester DTM-Eklat folgte, mussten sich die Ingolstädter nahe der spanischen Metropole auch 2008 geschlagen geben. “Wir haben eines der spannendsten Qualifyings dieser Saison gesehen”, konstatierte Dr. Wolfgang Ullrich diesmal jedoch zufrieden. So war beim Zeitfahren auf die scheinbare Fortsetzung der Audi-Dominanz die Rückmeldung der HWA-Mercedes gefolgt, bevor sich am Ende in Tom Kristensen erneut ein Audi-Pilot durchsetzte.
Das Qualifying endete für den Audi-Sportchef versöhnlich, obwohl die beiden Titelkandidaten Timo Scheider und Mattias Ekström mit den Startplätzen sechs und sieben vorlieb nehmen mussten: “Ich freue mich natürlich sehr, dass Tom am Schluss ganz vorne war. Es hatte schon Stimmen gegeben, dass er in den letzten DTM-Rennen seiner Karriere nicht mehr so motiviert sein könnte, aber das ist ganz sicher nicht der Fall.” Auch Martin Tomczyk war erneut zur Stelle, als die beiden Speerspitzen des Teams schwächelten.
“Martin hat seine konstante Form der letzten Rennen bestätigt. Er ist zurück, nachdem er zu Saisonbeginn Probleme hatte”, stellte Ullrich zufrieden fest. Mit einer starken fliegenden Runde zum Ende der dritten Session hatte Tomczyk dafür gesorgt, dass Hauptrivale Gary Paffett der Einzug in die vierte Session ebenso verwehrt bleib wie Scheider und Ekström. “Timo und Mattias sind ihre Runden nicht ganz so gut gelungen. Es hat einen Unterschied gemacht, wie Fahrer und Renningenieur auf die seit dem freien Training stark gestiegenen Temperaturen reagiert haben.”
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21. Sep, 2009
Ingolstädter Geheimwaffe
27 Punkten aus den letzten vier Rennen: Kein DTM-Pilot präsentierte sich seit dem vierten Saisonlauf in Zandvoort erfolgreicher als Martin Tomczyk. Nach einem Saisonstart voller Pleiten, Pech und Pannen hat sich der Bayer beständig aus seinem Zwischentief herausgearbeitet – und präsentiert sich im Titelkampf als regelrechte Geheimwaffe für die Ingolstädter: Wie schon im Brands-Hatch-Rennen machte er im heutigen Qualifying ausgerechnet der Mercedes-Speerspitze im Titelkampf, Gary Paffett, einen Strich durch die Rechnung.
So verdrängte Tomczyk Paffett in letzter Paffett aus dem finalen Schlagabtausch der Top 4 – und betrieb für die bereits ausgeschiedenen Teamkollegen Timo Scheider und Mattias Ekström wertvolle Schadensbegrenzung. “Mein Auto wurde immer besser, als die Streckentemperatur höher wurde. Das war für mich der Schlüssel zum Erfolg”, sagte Tomczyk, der heute erneut hoch in der Gunst von Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich stand. “Die Zeit, die Tom in der dritten Session gefahren ist, war extrem stark, aber auch ich habe es noch geschafft, in die Top 4 vorzustoßen.”
Dass er am Ende trotz aufsteigender Formkurve auch Paul di Resta den Vortritt lassen musste und nur auf Startplatz drei kam, führt Tomczyk auf die Nachwehen der dritten Session zurück: “Ich habe auf gebrauchten Reifen auf meinem letzten Versuch in Q4 noch das Maximum herausgeholt, nachdem ich in Q3 gleich zwei Reifensätze aufbrauchen musste.” Ebenso wie Pole-Inhaber Tom Kristensen stellt auch der vierfache DTM-Rennsieger persönliche Ambitionen weiterhin zurück: “Die Startaufstellung ist sehr interessant. Wir müssen auf die Titelkandidaten aufpassen, die natürlich nach vorne wollen. Aber dann können wir ein interessantes Rennen erleben.”
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17. Aug, 2009
Sextett mit vier Ringen
Mit sechs Boliden in Front hat Audi das 150 Minuten lange Freie Training der DTM auf dem Nürburgring abgeschlossen. Nach insgesamt 45 Runden markierte Martin Tomczyk mit 1:24.112 Minuten die Bestzeit des Vormittags, dicht gefolgt von Timo Scheider und vier weiteren Markenkollegen. Bester Jahreswagen-Pilot war Markus Winkelhock, der mit einem Rückstand von nur 0,125 Sekunden den dritten Rang belegte.
Für die in den DTM-Trainings fast standesgemäße Unterbrechung durch rote Flaggen sorgte nach den Gully-Deckeln am Norisring und den Kieselsteinen in Zandvoort heute Katherine Legge. Die Audi-Dame verlor ausgangs der Kumho-Kurve das Heck ihres A4, drehte sich und schlug mit der rechten Heckpartie in die Reifenstapel ein. Obwohl noch 90 Minuten auf der Uhr verblieben, musste die Britin nach ihrem Abflug zuschauen – die Enttäuschung war ihr deutlich anzusehen, rangierte sie zum Zeitpunkt des Unfalls doch in den Top-Ten.
Obwohl Legge bereits nach 21 Runden die Segel streichen musste, hielt sie sich bis 25 Minuten vor dem Ende der Session auf der neunten Position – lag damit allerdings hinter ihren acht Werkskollegen, die einträchtig die ersten acht Plätze einnahmen. Das Audi-Nonett sprengten erst Gary Paffett und Bruno Spengler. Letzterer musste dabei den Verlust einer Kamera beklagen, die auf der Beifahrerseite seiner C-Klasse angebracht war.
Noch weiter nach vorne ging es für Jamie Green, der seinen Jahreswagen kurz vor Ablauf der Zeit auf die siebte Position stellte und damit bester Mercedes-Fahrer war – sein Rückstand auf Tomczyk: fast eine halbe Sekunde. Neben ihm schafften es lediglich Spengler und Paul Di Resta unter die besten Zehn. Ralf Schumacher und Gary Paffett blieben auf den Rängen 13 und 14 noch hinter den Erwartungen zurück.
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