Timo Scheider startet in Le Mans

Ein unschlagbares Angebot

 

Timo Scheider wird in diesem Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans mit dabei sein. Allerdings geht der Audi-Werkspilot nicht mit einem Ingolstädter-Boliden an den Start, sondern teilt sich einen Porsche RSR aus der GT2-Klasse mit Richard Westbrook und Marco Holzer.

“Ich habe ein Angebot von BMS Scuderia Italia bekommen, welches ich sofort angenommen habe”, berichtet Scheider auf seiner Webseite. Auch von Audi wurde der Deal für den Langstreckenklassiker bereits abgesegnet. Bereits am kommenden Wochenende ist Scheider bei einem 24-Stunden-Rennen unterwegs – auf der Nordschleife.

In Le Mans wird der zweifache DTM-Champion auch auf seinen ehemaligen Teamkollegen Tom Kristensen treffen. Wohl zum ersten Mal wird sich Scheider dann mehrfach vom Dänen überrunden lassen müssen – schließlich geht Kristensen mit einem viel schnelleren Prototypen an den Start.

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2. Testtag

Scheider mit Bestzeit am Vormittag

 

Am zweiten Tag der offiziellen DTM-Testfahrten in Valencia führten die Zeitenliste drei Audi-Piloten vor drei Mercedes-Piloten an. Die Bestzeit fuhr der amtierende Champion Timo Scheider mit einer Rundenzeit von 1:28.957 Minuten. Damit war der Deutsche nur 35 Tausendstel schneller als sein Markenkollege Mattias Ekström. Platz drei belegte Audi-Neuling Miguel Molina, der in der kommenden Saison statt Tom Kristensen im Cockpit sitzt.

Bester Mercedes-Pilot wurde Jahreswagenfahrer Maro Engel. Ihm fehlten lediglich drei Zehntel auf die schnellste Zeit von Scheider. Auf den Plätzen fünf und sechs landeten Bruno Spengler und Ralf Schumacher. Beide Piloten spulten bereits am Mittwoch einige Runden auf dem rund vier Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo in Valencia ab.

Für Mike Rockenfeller und Katherine Legge war es der erste Testeinsatz in Valencia. Die beiden Audi-Piloten landeten auf den Rängen sieben und acht, dahinter folgten Susie Stoddart und Cong Fu “Frankie” Cheng.

Testergebnis, Donnerstag-Vormittag

 

1. Timo Scheider – AUDI A4 DTM – 1:28.957 Minuten

2. Mattias Ekström – AUDI A4 DTM – 1:28.992

3. Miguel Molina – AUDI A4 DTM – 1:29.128

4. Maro Engel – AMG Mercedes C-Klasse – 1:29.281

5. Bruno Spengler – AMG Mercedes C-Klasse – 1:29.317

6. Ralf Schumacher – AMG Mercedes C-Klasse – 1:29.345

7. Mike Rockenfeller – AUDI A4 DTM – 1:29.579

8. Katherine Legge – AUDI A4 DTM – 1:29.588

9. Susie Stoddart – AMG Mercedes C-Klasse – 1:29.737

10. Cong Fu Cheng – AMG Mercedes C-Klasse – 1:29.990

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Audi-Fahrerkader für 2010 ist komplett

Ein neues Gesicht

 

Neun Wochen vor dem Start der DTM-Saison 2010 ist der Audi-Fahrerkader für die populärste internationale Tourenwagen-Rennserie komplett. Für Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen, der sich 2010 ganz auf Sportwagen-Rennen mit dem Audi R15 TDI konzentriert, kommt der junge Spanier Miguel Molina neu ins Team.

Der 21-Jährige hinterließ bei Testfahrten mit dem Audi A4 DTM den stärksten und besten Eindruck aller Kandidaten. “Miguel ist nicht nur ein charmanter junger Bursche, er ist auch sehr schnell”, erklärt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. “Er war schon vor zwei Jahren bei Testfahrten mit dem A4 DTM sehr flott unterwegs. Mit 18 Jahren wäre der Schritt in die DTM unserer Meinung nach für ihn aber etwas zu früh gekommen. Deshalb freue ich mich, dass er den guten Eindruck und die Performance von damals nun bestätigt hat.”

Mit 21 Jahren ist der aus Girona bei Barcelona stammende Spanier der jüngste Audi-Werksfahrer, der bisher ausschließlich im Formel-Sport aktiv war und nun erstmals mit einem Dach über dem Kopf an den Start geht. “Für mich geht ein Traum in Erfüllung”, sagt Molina. “Für Audi in der DTM zu fahren, ist einfach fantastisch. Audi ist eine faszinierende Marke mit tollen Autos und die DTM nachweislich eine der härtesten Rennserien der Welt. Ich werde alles daransetzen, die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.”

Ein besseres Team hätte sich Molina für seine Debütsaison in der DTM kaum wünschen können: Genau wie Titelverteidiger Timo Scheider, der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström, der viermalige DTM-Rennsieger Martin Tomczyk und Aufsteiger Oliver Jarvis startet der junge Spanier für das Audi Sport Team Abt Sportsline, das zuletzt dreimal in Folge den DTM-Champion stellte und neben vier Audi A4 DTM der aktuellsten Generation (interne Bezeichnung: “R14 plus”) in der Saison 2010 erneut ein fünftes Fahrzeug des vorangegangenen Modelljahres (“R14″) einsetzt.

Katherine Legge, die 2009 für das Audi Sport Team Abt Sportsline an den Start ging, wechselt zum Audi Sport Team Rosberg und wird neue Teamkollegin von Markus Winkelhock. Im Audi Sport Team Phoenix werden mit Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller jene zwei Piloten wiedervereint, die 2008 im Audi R10 TDI gemeinsam den Meistertitel in der Le Mans Series gewannen. Erstmals auf der Strecke im Einsatz sind sie vom 24. bis 27. März bei den offiziellen DTM-Testfahrten in Valenica, ehe am 25. April auf dem Hockenheimring das erste Rennen des Jahres über die Bühne geht.

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Coulthard auf dem Weg in die DTM?

Kein Kommentar

Jean Alesi und Mika Häkkinen sind schon längst nicht mehr in der DTM unterwegs, auch Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat derzeit keinen Vertrag für eine weitere Saison bei Mercedes unterschrieben. Grund genug für unsere Kollegen von Sport Bild, den mehrfachen Grand-Prix-Sieger David Coulthard ins Gespräch zu bringen. Nach über einem Jahr Pause verspürt der Schotte wieder ein gewisses Kribbeln, bester Kontakt 

 Norbert Haug und Mercedes sind ohnehin gegeben.

“Die Autos sehen einfach toll aus. Sie sind schwierig zu fahren, aber sie sind toll”, ließ Coulthard schon bei einem seiner Besuche im Fahrerlager der DTM verlauten. “Ich wollte erst einmal ein Jahr Auszeit nehmen, um zu schauen, ob mir das Rennfahren fehlt und welche anderen Möglichkeiten sich außerhalb der Formel 1 bieten.”

Wäre die DTM eine dieser Möglichkeiten? Bei Mercedes wollte man das Thema Coulthard jedenfalls nicht kommentieren. ITR-Chef Hans-Wener Aufrecht sprach sich in einem Interview mit dem sid zuletzt jedoch für eine Verpflichtung des Schotten aus. “Wir brauchen die Schumachers und Coulthards, damit sich unsere Nachwuchsrennfahrer an ihnen orientieren können.”

In den letzten Jahren vertrauten die beiden großen Hersteller statt großer Namen immer wieder auf schnelle Eigengewächse. Hausmarken wie ein Bernd Schneider, Tom Kristensen oder Uwe Alzen sind Fehlanzeige, stattdessen mischen die jungen Wilden das Feld auf.

“Ich wünsche mir einen David Coulthard in einem DTM-Auto. Er wäre eine große Bereicherung für die DTM, denn wir brauchen vor allem für die Auslandsrennen Heros”, so Aufrecht. Gerade in Großbritannien, wo man erneut in Brands Hatch fährt, wäre ein Trio aus Coulthard, Oliver Jarvis und Gary Paffett sicher kein schlechtes Verkaufsargument für Eintrittskarten.

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Auszeichnungen für Tom Kristensen

Erfolgreich in DTM und Le Mans

Tom Kristensen wurde in seiner Heimat gleich zweimal zum “Sportler des Jahrzehnts” gewählt. Sowohl der Fernsehsender “TV2″ als auch die bedeutende Tageszeitung “Berlingske Tidende” verliehen dem Le-Mans-Rekordsieger den prestigeträchtigen Titel.  

 “Ich danke allen, die mich gewählt und mir zu diesen beiden Auszeichnungen verholfen haben”, erklärte der Ex-DTM-Pilot. “Ich hätte vor zehn Jahren nicht im Traum daran gedacht, einmal so erfolgreich zu sein. Aber damals hatte ich das besondere Glück, zu Audi zu kommen. Es ist ein großes Privileg, nun schon seit einem Jahrzehnt einem der besten Rennteams der Welt anzugehören.”   

Der achtmalige Le-Mans-Sieger setzte sich bei den Wahlen deutlich gegen so populäre Sportler wie Tennis-Profi Caroline Wozniacki, Radrennfahrer Michael Rasmussen und US-Football-Star Morten Andersen durch.   

Ausgezeichnet wurde Tom Kristensen vor kurzem auch von der britischen Fachzeitschrift “Autosport”, die den Dänen zum “Sportwagen-Piloten des Jahrzehnts” kürte.   

Tom Kristensen startet seit 2000 für Audi und gewann inzwischen achtmal die legendären 24 Stunden von Le Mans (Frankreich), fünfmal das 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA), das “Petit Le Mans”-Rennen in Road Atlanta (USA) und den LMP1-Titel in der American Le Mans Series 2002. Von 2004 bis 2009 ging der Däne zudem für Audi in der DTM an den Start und feierte mit dem Audi A4 insgesamt vier Siege.

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