Elias erholt sich schnell

Stabil und in guter Verfassung

Nach Angaben der Ärzte erholt sich Toni Elias gut von seinem gebrochenen Oberschenkel, den er bei einem Sturz am vergangenen Wochenende in Assen erlitten hatte. Mittlerweile ist der Spanier in Barcelona, wo er sich von der Operation erholt, bei der ihm in den Niederlanden Titanplatten in sein Bein eingepflanzt wurden, um den Knochen in der richtigen Position zu stabilisieren. “Toni ist in guter Verfassung, stabil und er überrascht mich mit seiner schnellen Erholung, die bei Sportlern immer zu sehen ist”, sagte Dr. Xavier Mir laut der offiziellen Website der MotoGP. Dennoch wird es gut drei Monate dauern, bevor Elias sich an ein Comeback wagen kann, hieß es weiter. Die Rehabilitation kann aber bald beginnen. “Nach 48 Stunden im Krankenhaus wird Toni die Freigabe erhalten, sein Trainingsprogramm noch am selben Tag zu beginnen”, erklärte Mir. Wer Elias in der Zeit seiner Abwesenheit bei Gresini Honda ersetzen soll, ist noch nicht bekannt.

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Stimmen vom MotoGP-Podest

Rossi, Hayden und der Ducati-Mann

So ausgelassen hatte man Valentino Rossi schon lange nicht mehr feiern gesehen. Sein Sieg in Assen vom elften Startplatz aus hatte sogar ihn irgendwie beeindruckt – konnte man zumindest glauben. Denn er musste sich nicht nur durch das halbe Feld pflügen, sondern auch noch Casey Stoner überholen, der beinahe auf alles eine Antwort hatte. Doch obwohl Rossi dies alles zustande gebracht hatte, galten seine ersten Worte nach dem Rennen jemand Anderem. “Zuerst will ich Toni Elias alles Gute wünschen. Er ist ein harter Gegner, hat aber eine schlimme Verletzung. Ich hoffe, dass ich ihn bald wieder im Einsatz sehe”, sagte Rossi.

Nach den wichtigen Dingen beschäftigte er sich dann aber auch mit dem Rennen, dass ihn durchaus etwas gezeigt zurückließ. “Es war ein schweres Rennen, aber es hat alles gut funktioniert. Ich wusste, dass es vom elften Platz schwer werden würde. Wir hatten aber eine gute Abstimmung und die Maschine ist gut gelaufen. Ich wusste nicht, was zu erwarten war und ich wollte einfach nur nach vorne fahren”, berichtete er. Doch dann kam es etwas anders, denn das Gefühl auf dem Motorrad war sogar um einiges besser als erwartet. “Es lief dann sehr gut und ich wollte unbedingt Casey einholen. Als ich bei ihm war, war ich schon sehr müde und meine Reifen sind hin und her gerutscht. In den letzten Runden konnte ich aber sehr schnell fahren und Casey überholen. Das war wirklich ein großartiger Tag, danke an Yamaha”, sagte Rossi.

Weniger großartig war der Tag für Casey Stoner, der mit einem zweiten Platz zwar seine WM-Führung bei komfortablen 21 Punkten halten konnte, aber einmal erleben musste, wie es ist, aus dem direkten Kampf um die Spitze als Verlierer hervorzugehen – dabei durfte er schon während des Rennens bemerken, was auf ihn zukam. “Ich konnte das Rennen auf den Bildschirmen rund um die Strecke mitverfolgen und habe gesehen, dass Valentino kommt. Ich wollte einfach nur konstant weiterfahren, aber dann sah ich Valentino von hinten näher kommen und wusste, dass er schneller war”, erklärte der Australier.

Wie dann mitzuverfolgen war, gab sich Stoner aber nicht so einfach geschlagen, denn auch er hoffte, den Zweikampf für sich entscheiden zu können. “Er war aber sehr gut und kam vorbei”, sagte Stoner, der Rossi nach der Ankunft im Parc Fermé dann auch zu seiner Leistung beglückwünschte – ähnlich wie es Rossi umgekehrt in Catalunya gemacht hatte. Was Stoner etwas ärgerte, war der Wind an der Strecke, der sehr böig war und die Maschine hin und her blies. “Das hat es für mich sehr schwer gemacht”, meinte er. Trotzdem war von besonders schlechter Laune bei Stoner nichts zu bemerken. “Ich bin froh, wo wir sind. Die Saison ist bislang gut gelaufen und ich freue mich, nach wie vor vorne zu sein. Ich bin ein Ducati-Mann”, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht.

Noch größer war das Grinsen aber bei Nicky Hayden, der nach einer langen Durststrecke wieder auf das Podest zurückkehren konnte. “Es ist schön, wieder vorne zu sein”, meinte er nach seinem wilden Ritt, der ihn bereits in der ersten Kurve sieben Positionen gutmachen sah. “Ich wusste, dass ich wie ein Hund kämpfen musste. Es war aber sehr schwer. Valentino ist sehr schnell bei mir vorbeigekommen und dann fuhr er auch noch an Hopkins vorbei. Da war es schwer, mitzuhalten”, erzählte Hayden, der sich im weiteren Rennverlauf aber auch Hopkins schnappte und beinahe identische Rundenzeiten wie die Spitze fuhr. “Danke an alle bei Honda für die Hilfe. Jetzt bereiten wir uns weiter auf Laguna Seca vor und hoffentlich läuft es dort auch so gut”, schickte der regierende Weltmeister noch ein paar Wünsche in die Zukunft.

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Elias’ Verletzung

Möglicherweise drei Monate Pause

Eine Schulterverletzung im Vorjahr, nun ein gebrochener Oberschenkel; für Toni Elias ist die Strecke in Assen nicht mit besonders schönen Erlebnissen verbunden. Bis zu drei Monate könnte der Spanier nach seinem Unfall vom freien Training ausfallen, ließen die Streckenärzte am Donnerstag wissen. Operiert wurde Melandri bereits in Assen, da bei einem Transport nach Barcelona ein zu hohes Risiko für ein Blutgerinnsel bestanden hätte. “Ich wusste sofort, dass ich mir das Bein gebrochen hatte. Ich habe versucht, es wieder in die richtige Position zu bringen, auch wenn der Schmerz unglaublich war. Hoffentlich kann ich mich schnell er holen und wieder auf die Strecke kommen. Ich möchte auch den Leuten von der Clinica Mobile für ihre Unterstützung danken”, sagte Elias selbst.Angesichts der Verletzung seines Teamkollegen war die eigene Leistung für Marco Melandri beinahe zweitrangig. “Wegen Tonis Unfall bin ich wirklich bestürzt und ich hoffe, dass er sich erholt und bald wieder bei uns ist”, meinte er. Trotzdem musste der Italiener auch seiner Arbeit nachgehen, die sich für ihn nicht ganz einfach gestaltete. “Wir haben eine schwere Zeit, weil ich kein gutes Gefühl auf der Maschine finde und nicht so fahren kann, wir ich das will. Wir haben heute an der Geometrie gearbeitet und ein paar Lösungen ausprobiert, um meine Rennpace zu verbessern. Wir haben aber immer noch viel Arbeit”, fasste Melandri seine Bemühungen auf der Strecke zusammen.

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Nach Sturz im 1.Training

Elias bricht sich den Oberschenkel

 

Toni Elias hat sich beim ersten freien Training zum Grand Prix von Holland in Assen bei einem Sturz das Bein gebrochen. In der schnellen letzten Schikane verlor er die Kontrolle über seine Maschine, nachdem das Vorderrad nach einer Bodenwelle ausgebrochen war. Elias wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Wer ihn bei Gresini Honda ersetzt, ist noch nicht bekannt. Schnellster im ersten Training war WM-Sitzenreiter Casey Stoner vor seinem engsten Verfolger Valentino Rossi.

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MotoGP

Stoner mit Tagesbestzeit

Für Toni Elias war es einer dieser Tage, an denen er lieber zuhause im Bett hätte liegen bleiben sollen. Der Spanier stürzte im Training so schwer, dass er sich einen Bruch des Oberschenkelknochens zuzog und für längere Zeit ausfallen wird. Die Konkurrenz nutzte derweil den Tag, um sich auf das Rennen am Samstag vorzubereiten. Die schnellste Zeit wurde jeweils vom Ducati-Piloten Casey Stoner gefahren. Mit 1:37.828 Minuten markierte der Australier die Tagesbestmarke.

“Für uns lief es am Nachmittag richtig gut, die Arbeiten am Motorrad verliefen positiv und am Ende der Session hatte ich ein gutes Gefühl. Es sieht so aus, als wenn wir schon den richtigen Reifen für das Rennen gefunden hätten”, so Stoner über seinen ersten Werktag auf der Strecke in Assen. Hinter Randy de Puniet belegte der Weltmeister Nicky Hayden den dritten Rang, sein Rückstand auf die Spitze betrug nach zwei Trainingsstunden nur 0,286 Sekunden.

Nicht weniger schlecht verlief es für den in der Weltmeisterschaft auf dem zweiten Platz liegenden Valentin Rossi. Nach dem zweiten Rang im ersten Training belegte der Italiener auf seiner Yamaha, die mit einem neuen Design beklebt war, die vierte Position. Größer war der Rückfall bei Alex Hofman. Der Deutsche, am Vormittag noch auf Rang fünf platziert, fiel nach der Mittagspause bis auf die vierzehnte Position zurück und musste mit einem Rückstand von einer Sekunde leben.

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