28. Jun, 2010
Vertrag für 2011
Jeder Rennfahrer träumt davon Rennen und Titel zu gewinnen. So auch Tonio Liuzzi. Derzeit steht der Italiener, der bei Red Bull und Toro Rosso schon als gescheitert galt, bei Force India unter Vertrag. Dort sind GP-Siege nur unter gewissen Umständen möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Sein Traum ist es deshalb, beim Teampartner McLaren anzudocken.
“Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass Mark Webber um den Titel fahren würde?”, hält Liuzzi nichts für unmöglich. Nach einem guten Start und einer kleinen Schwächephase überzeugte Liuzzi in Kanada wieder. “Ich fühle mich bei Force India wohl und habe einen Vertrag für die Saison 2011″, sagte er Autosprint
Gleichzeitig wird Testfahrer Paul di Resta mit einem Renncockpit in Verbindung gebracht. Liuzzi hat ohnehin höhere Ziele. “Mein Ziel und Traum ist es, für McLaren zu fahren, sie waren immer mein Lieblingsteam.”
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23. Okt, 2007
Schade, dass die Saison so endete
Alan, wie lief das Rennen?
Alan Permane Es war einfach eines dieser Rennen, die man am besten vergisst. Unsere beiden Piloten hatten schon in der ersten Runde ein Problem. Giancarlo wurde bereits in der ersten Kurve gerammt – wir glauben, von Tonio Liuzzis Toro Rosso. Dadurch wurde sein Diffusor beschädigt. Als er dann in Runde 2 wieder auf die Strecke kam, fuhr ihm Sakon Yamamotos Spyker ins Auto und beendete sein Rennen endgültig. Heikki wurde Opfer der Kettenreaktion in der ersten Kurve. Ralf Schumacher beförderte ihn von der Strecke, und als er wieder zurückkam, musste er feststellen, dass er einen Plattfuss hatte.
Also waren Ihre Erwartungen an das Rennen von da an begrenzt …
AP Ja, Heikki konnte die Pace zwar mitgehen, war aber schon viel zu weit zurückgefallen. Als er nach der ersten Runde an die Box kam, zogen wir die harten Reifen auf und tankten sein Auto randvoll. Unter diesen Umständen war Heikkis Performance ziemlich gut. Leider führte dann ein technisches Problem zur Hälfte des Rennens zu seinem Unfall – ziemlich enttäuschend.
Wie sieht die Zukunft aus?
AP Wir werden in den kommenden Wochen eine Menge testen. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf der Elektronik liegen – ein Sektor, der sich in der nächsten Saison grundlegend verändern wird. Danach werden wir uns auf die Entwicklung des R28 konzentrieren. Die Daten aus dem Windkanal sehen recht vielversprechend aus, und wir hoffen daher, im nächsten Jahr wieder ganz vorne mitfahren zu können. 2007 war eine schwierige Saison für uns, aber wir sind fest entschlossen, schnell wieder auf die Beine zu kommen.
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21. Okt, 2007
Keine Nase und auch keine Hydraulik
Nachdem es zuletzt in China für Toro Rosso gelaufen war, lief in Brasilien alles gegen die Mannschaft. Tonio Liuzzi musste gleich nach der ersten Runde eine neue Nase abholen. “Die erste Kurve hier ist immer schwer. Ich sah, wie Giancarlo blockierte und geradeaus fuhr und erwartete, dass er die Kurve versäumt. Deswegen ging ich innen hinein, aber er kam doch wieder rein und traf meine Nase. Das hat mir das Rennen ruiniert”, beschrieb Liuzzi die Szenen nach dem Start. Da ein paar Teile des kaputten Flügels auch noch unter das Auto kamen, hatte der Italiener im ersten Stint Probleme. In den letzten beiden Stints lief es besser. “Aber vom letzten Platz aus war da nichts zu machen. Schade, denn ich war vor dem Start positiv gestimmt. Jetzt freue ich mich auf meine Zukunft und hoffe, dass ich bald weiß, wo die liegt.”
Wo seine Zukunft liegt, weiß Sebastian Vettel und er wusste auch, warum für ihn das Rennen vorzeitig endete. “Ich musste mit einem Hydraulik-Problem aufgeben. Zuerst habe ich die Schaltung verloren und dann die Servolenkung”, erklärte er. Bis dahin war es ihm nach eigenem Empfinden ganz gut gegangen. “Die letzten Rennen haben gezeigt, wir werden besser, auch im Trockenen wie hier. Das ist also positiv, auch wenn ein Ausfall im letzten Rennen enttäuschend ist”, sagte Vettel. Auch Teamchef Franz Tost war über die zweite Saisonhälfte recht glücklich und der siebte Platz in der Konstrukteurs-WM war für ihn, was zählte. “Von morgen an bereiten wir uns auf 2008 vor”, meinte er, bevor sich Tost noch bei Liuzzi bedankte und ihm für die Zukunft alles Gute wünschte – wo auch immer das sein mag.
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20. Okt, 2007
Liuzzi hatte mehr erwartet
Der gute Trend bei der Scuderia Toro Rosso setzte sich auch im Qualifying von Interlagos fort. Sebastian Vettel sprach davon, dass er Startplatz 13 vor ein paar Rennen mit Handkuss genommen hätte und er sich freut, dass man Fortschritte macht. “Es war eine schwere Session und zuerst lief das Auto nicht so gut wie am Morgen. Wir haben aber mit dem Reifendruck herumgespielt und es wurde besser. Ich denke, die Strecke wurde zu Beginn des Qualifyings langsamer”, sagte Vettel. Interessant werden für ihn am Sonntag die Reifen, da die Spezifikationen sehr weich sind und der weichere nicht die längste Haltbarkeit hat. “Wir müssen jetzt genau über unsere Strategie für morgen nachdenken. Natürlich würden uns dunkle Wolken und Regen besser passen, aber wir werden sehen, was passiert.”
Eigenartigerweise nicht zufrieden war Tonio Liuzzi mit seinem 14. Startplatz, da er sich nach dem Training am Morgen mehr erwartet hatte. “Q1 war OK, aber in Q2 hatte ich viel Untersteuern, vor allem in den Sektoren zwei und drei. Außerdem hatte ich Graining”, schimpfte der Italiener. Als Grund dafür sah er die Streckenbedingungen, die sich stark verändert hatten, denn im freien Training war das Auto noch gut ausbalanciert. “Wie sieht nun meine Strategie morgen aus? Ich denke, ich sollte das tun, was Sebastian tut, da dies in den vergangenen beiden Rennen gut zu funktionieren schien.”
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19. Okt, 2007
Vettel war ein Glücksfall
Für Tonio Liuzzi war der Verpflichtung von Sebastian Vettel bei Toro Rosso nach der Entlassung Scott Speeds anscheinend ein Glücksfall. Denn durch seinen neuen Teamkollegen wurden Liuzzis Leistungen anscheinend höher eingeschätzt als davor, was ihm für 2008 neue Türen geöffnet hat. “Ich muss sagen, dass die zwei oder drei mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten recht gut aussehen, also bin ich positiv gestimmt. Es ist gut, denn im letzten Teil der WM merken die Leute, wie schnell und konstant ich bin”, sagte er gegenüber Autosport . Mit Scott Speed als Teamkollege sei das nicht der Fall gewesen, weil keiner glaubte, der Amerikaner sei schnell.
“Aber jetzt, Vettel wurde immer hoch eingeschätzt und ich denke, jeder bemerkt, was ich kann. Das ist wichtig für die Zukunft”, meinte der Italiener. Denn dadurch sei er nun in einer guten Position für 2008. Allerdings gab er zu, dass die Formel 1 ein mysteriöses Geschäft sei und man erst abwarten müsse. Er ist sich auch der Tatsache bewusst, dass er wahrscheinlich noch warten muss, was Fernando Alonso macht, bevor er von den Teams Genaueres erfährt. “Wenn er wechselt wird das die Strategie der Teams völlig ändern. Ich denke, er ist im Moment so ein bisschen der Hotspot, was normal ist, da er Weltmeister ist und es vielleicht wieder sein wird”, erklärte Liuzzi. Wenn bei Alonso alles klar ist, dann werde das Bild auch für alle anderen klarer werden und der Italiener glaubt, dass er in ein paar Wochen mehr weiß. “Ich muss sagen, es sieht viel versprechend aus.”
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