Williams kehrt zu Cosworth zurück

Neue Fahrer am Montag

Vor einigen Wochen gab Williams offiziell die Trennung vom Motorenpartner Toyota bekannt. Den neuen Motorenlieferanten wollte das Team in den kommenden Wochen vorstellen. In den Gulf News ließ Frank Williams nun die Katze aus dem Sack: “Wir haben unseren Vertrag mit Toyota beendet und wechseln zum britischen Motorenbauer Cosworth mit dem wir in der Vergangenheit viele WM-Titel gewonnen haben.”

Auch die Nähe zur Williams-Fabrik in Grove war ein Beweggrund. “Sie sind nur 50 Meilen entfernt, was sehr bequem ist. Außerdem mögen wir unsere Unabhängigkeit. Wir werden nicht unter irgendeinem Einfluss stehen – nicht, dass Toyota uns kommandiert hätte, aber wir gehen einen privaten und unabhängigen Weg.”

Die Fahrer für 2010 möchte Williams am Montag nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi bekannt geben. Nachdem Nico Rosberg öffentlich seinen Abgang bestätigt hat, wird erwartet, dass Williams Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello als neue Fahrer vorstellt. Williams bestätigte auch das Ziel des jungen Deutschen Rosberg: “Nico ist Deutscher und Mercedes braucht wenigstens einen Deutschen, der mit ihrem Motor fährt.” Als Teams kommen McLaren und Brawn GP in Frage, wobei das Weltmeisterteam derzeit als heißerer Anwärter gilt.

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Glock-Verbleib fast sicher

Die Ruhe bewahren

Gegen einen Verbleib bei Toyota hätte Timo Glock sicher nichts einzuwenden. Doch sollte es dazu kommen, dass sich der japanische Hersteller vor 2010 aus der Formel 1 zurück zieht, dann gibt es, laut Manager Hans Bernd Kamps, noch drei weitere Optionen. Besonders nach dem Podestplatz von Singapur sei er sich sicher, dass Timo Glock auf jeden Fall ein Cockpit in der Formel 1 bekommt, wie er gegenüber SID sagte.

“Wir müssen nicht das erste Angebot gleich annehmen und werden sicher nicht in Panik verfallen”, erklärte Kamps zur Situation.

Zu den interessierten Teams soll auch Wiedereinsteiger Lotus gehören. Renault könnte ebenso eine Option sein, denn dort verliert man Fernando Alonso an Ferrari. Damit könnte die Fahrerpaarung beim französischen Team mit Robert Kubica und Timo Glock aufgestellt werden, denn ob Romain Grosjean ohne Flavio Briatore bei Renault bleibt ist fraglich. Der dritte Interessent könnte Williams sein, allerdings steht dort wohl auch Rubens Barrichello auf der Wunschliste.

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Qualifying

Trulli auf Pole Position

 

Das Formel-1-Kräfteverhältnis wankt weiter: Nach dem Doppel-Sieg von Red Bull in China holte sich Toyota in Bahrain die komplette erste Startreihe. Jarno Trulli sicherte sich mit drei Zehnteln Vorsprung die Pole Position beim vierten Saisonlauf vor seinem Teamkollegen Timo Glock. Weitere drei Zehntel dahinter landete Shanghai-Sieger Sebastian Vettel auf dem dritten Startplatz – noch vor dem Sieger der ersten beiden Rennen Jenson Button.

Den Aufwärtstrend von McLaren Mercedes bestätigte Lewis Hamilton, der seinen Silberpfeil auf Platz 5 stellte, vor dem zweiten Brawn GP von Rubens Barrichello. In der vierten Reihe stehen Fernando Alonso und Vizeweltmeister Felipe Massa im besten Ferrari. Nico Rosberg und Kimi Räikkönen komplettieren die Top.10.

Bereits im zweiten Qualifying für Schluss für beide BMW Sauber. Robert Kubica war als 13. nur einen Hauch schneller als Nick Heidfeld. “Es ist offensichtlich, dass sich unsere Pace nicht groß verbessert hat”, klagte Heidfeld. “Das ist aber auch nicht überraschend, weil wir nichts Neues am Auto haben.” In China sei es noch knapp gewesen, in Bahrain hingegen deutlich. “Es wäre etwas mehr drin gewesen, aber nicht genug für die Top-10.” Sein Ziel fürs Rennen ist es, irgendwie ein paar Punkte mitzunehmen.

Sutil in Webbers Weg

 

Der Aufreger des ersten Qualifyingabschnitts ereignete sich kurz vor Ende der Session: Fernando Alonso fühlte sich von Adrian Sutil und vor allem Robert Kubica aufgehalten, Mark Webber wurde klar von Sutil aufgehalten und schied in der Folge als 19. auch im Q1 aus.

“Er hat selbst eine Lücke gesucht”, so Webber. “Ich war auf meiner schnellen Runde und habe viel Zeit hinter ihm verloren. Er hat versucht, Platz zu machen, aber ich war schon innen. Klar bin ich nicht happy, da hinten zu starten. Das wird ein Chaos morgen.” Mit Webber schieden auch Sutil, Sebastien Buemi, Giancarlo Fisichella und Sebastien Bourdais aus.

“Jeder hat viel erwartet”, so Sutil. “Für uns war es ein gutes Qualifying. Die Situation mit Webber war eine blöde Sache. Ich dachte, er wäre auf seiner Aufwärmrunde und ich musste den Abstand zu Alonso einhalten, dann kam es zu dieser Situation.”

Das Qualifying im Überblick

 

 

 1. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 Feuer bei Kubica

 

 ausgeschieden:

 

 Sutil, Buemi, Fisichella, Webber, Bourdais

 

 Top-6:

 

 Vettel, Trulli, Hamilton, Button, Barrichello, Glock

 

 2. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 Button & Barrichello exakt gleiche Zeit

 

 ausgeschieden:

 

 Kovalainen, Nakajima, Kubica, Heidfeld, Piquet

 

 Top-6:

 

 Vettel, Glock, Trulli, Räikkönen, Barrichello, Button

 

 3. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 keine

 

 Top-6:

 

 Trulli, Glock, Vettel, Button, Hamilton, Barrichello

 

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Qualifying

Vettel fährt Pole

 

Alle schauten auf die bislang in dieser Saison überlegenen Brawn GP von Jenson Button und Rubens Barrichello. Doch plötzlich hatten die weißen Renner drei Gegner, die im Q3 mit ihren Zeiten mithalten konnten – Mark Webber, Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Alle drei stehen vor den beiden Brawn von Rubens Barrichello und Jenson Button. Der Sieger der ersten beiden Rennen musste sich somit zum ersten Mal in dieser Saison in der Qualifikation geschlagen, nachdem er bisher alle beiden Poles geholt hatte.

Für Red Bull ist Vettels erster Startplatz die erste Pole Position in der Formel 1. Abgerundet wird sie durch Startplatz 3 für Mark Webber. Ebenso überraschend ist die Auferstehung von Fernando Alonso, der im aufgerüsteten Renault auf Platz 2 fuhr und nur wenige Zehntel hinter Vettel lag. Besonders stark ist Alonsos Leistung, weil er im 3. Freien Training, in dem zum ersten Mal der neue Unterboden samt Diffusor am Auto war, nur 6 Runden fahren konnte. Das Setup und Fahrverhalten also während des Qualifyings erarbeitet werden musste.

Hinter den Top-6 reihte sich Nico Rosberg als zweitbester Deutscher auf Rang 7 ein. Neben ihm startet am Sonntag Kimi Räikkönen aus Reihe vier. Lewis Hamilton und der Schweizer Sebastien Buemi stehen gemeinsam in Reihe 5.

Frühes Aus für Massa und Kubica

 

Nachdem Felipe Massa in Malaysia schon in Q2 ausgeschieden war, scheiterte er in China erst im Q2. Diesmal war allerdings kein taktischer Fehler dafür verantwortlich.

Auch zwei Deutsche schieden im Q2 aus: Nick Heidfeld als 11. und Timo Glock als 14. lock trifft zudem eine Strafversetzung um 5 Plätze wegen eines Getriebewechsels. Damit geht er aus der letzten Reihe ins Rennen. “Das ging nach hinten los und dadurch fehlte Training”, so Glock. “Zudem hat sich die Strecke leider relativ stark verändert, das Auto war ziemlich schlecht zu fahren. Da war mir klar, dass es schwierig würde, in die Top-10 zu kommen.” Der Toyota sei sehr instabil auf der Bremse gewesen. Seine Hoffnung für das Rennen ist Regen. “Sonst nichts.”

Erneut scheiterte ein BMW Sauber in der ersten Qualifyingsession. Zum ersten Mal erwischte es dabei Robert Kubica. “Es gibt immer ein erstes Mal”, meinte er und beklagte sich über fehlenden Grip. “Die Rund mit weichen Reifen hat nicht funktioniert. Ich hatte praktisch keinen Grip.” Hinzu kam ein Fehler in Kurve elf. “Deswegen hat es nicht gereicht. Es ist noch nicht ganz vorbei, aber es sieht schwierig aus.”

Für Adrian Sutil gab es wenigstens einen Grund zum Lächeln: Er hat seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella geschlagen. “Wir sind aber enttäuscht, weil die Abstände extrem groß sind. Das Auto ist schwierig zu fahren, hat wenig Balance und Downforce. Bislang ist es eines der schlechtesten Rennen.”

Das Qualifying im Überblick

 

 

 1. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 Webber in Boxeneinfahrt im Kies

 

 ausgeschieden:

 

 Bourdais, Piquet, Kubica, Sutil, Fisichella

 

 Top-6:

 

 Button, Barrichello, Webber, Hamilton, Rosberg, Räikkönen

 

 2. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 keine

 

 ausgeschieden:

 

 Heidfeld, Kovalainen, Massa, Glock, Nakajima

 

 Top-6:

 

 Vettel, Webber, Barrichello, Button, Trulli, Hamilton

 

 3. Session

 

 

 

 Zwischenfälle:

 

 keine

 

 Top-6:

 

 Vettel, Alonso, Webber, Barrichello, Button, Trulli

 

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Jenson Button im Überschwang

Der Fahrer macht den Unterschied

Jenson Button hatte in dieser Saison nicht allzu viel Grund zur Freude. Nach seinem überraschenden siebten Platz im Qualifying gab es für den 27-jährigen jedoch kein Halten mehr. “Ich liebe solche nassen Bedingungen!”, diktierte er mit einem dicken Ausrufezeichen in die Notizblöcke der Journalisten. Ausgerechnet beim Heim-Grand Prix im Toyota-Feindesland zeigten Honda und Button ihre mit Abstand beste Qualifying-Leistung in dieser Saison. “Das Team hat einen großartigen Job bei den Strategieentscheidungen gemacht”, sagte Button artig.

Zwischen den Zeilen ließ er jedoch keinen Zweifel daran, wer für das überraschend starke Abschneiden die Hauptverantwortung trägt. “Der Fahrer kann bei solchen Bedingungen wirklich den Unterschied machen, so hoffe ich, dass es auch morgen regnet.” Nur für diesen Fall rechnet sich der Brite Punkte aus – und das obwohl er dank Rosbergs Motorwechsel sogar von Platz sechs in Rennen gehen wird.

Für Buttons Fahrerthese sprich die Leistung seines Teamkollegen. Rubens Barrichello war auch heute dort zu finden, wo die Hondas in dieser Saison viel zu oft anzutreffen waren – weit hinten. Für den Brasilianer war das Qualifying nach 15 Minuten mit P18 beendet. “Ich bin ziemlich frustriert, das Q2 nur 0.1 Sekunden verpasst zu haben, Das Auto war in diesen Bedingungen zu weit mehr in der Lage”, gab Barrichello zu. “Aber ich freue mich für Jenson, er hat heute einen guten Job gemacht.”

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