Stefan GP

Bundeswehr dementiert AMCO-Lieferungen

 

Stefan GP ist derzeit in aller Munde. Das Team von Zoran Stefanovic wollte 2010 den Platz von USF1 übernehmen, wurde von der FIA aber nicht zugelassen. Wie der Express berichtet, gibt es Zweifel an der Seriosität von Stefanovics Belgrader Maschinenbau-Unternehmen AMCO, das in der Weltraum und Rüstungstechnik tätig ist.

“Auf deren Internetseite wird behauptet, Teile für die Rakete Ariane 5 und Flug-Drohnen der Bundeswehr entwickelt zu haben”, schreibt die Zeitung. “Der als Retter der im November aufgegebenen Formel-1-Aktivitäten vorgestellte Zoran Stefanovic ist ein Hochstapler.”

Die Begründung liefert ein Sprecher des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung: “Nach Rücksprache mit den Systemherstellern der Drohnen KZO und LUNA können wir bestätigen, dass in den Systemen der Bundeswehr weder Antriebe noch sonstige Technologien der serbischen Firma AMCO eingesetzt werden.”

Auch zwei deutsche Wehrtechnikunternehmen meldeten sich zu Wort und meinten, AMCO in ihrer Branche überhaupt nicht zu kennen. Sie wollen gegen die Firma vorgehen. Stefan GP droht zudem Ärger, weil die Autos bei Toyota Motorsport noch nicht bezahlt sind, Mitarbeiter auf Gehalt und Zulieferer auf Bezahlung von offenen Rechnungen warten.

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Aus für das USF1 Team

Ausstieg vor dem Einstieg

 

Vor fast genau einem Jahr präsentierten Ken Anderson und Peter Windsor im amerikanischen Fernsehen ihren Traum in Stars and Stripes: USF1. Kurz vor dem Beginn der Saison 2010, die das Debüt des US-Teams erleben sollte, scheint das endgültige Aus besiegelt zu sein: USF1 soll seinen Mitarbeitern mitgeteilt haben, dass sie nicht mehr benötigt werden, da das Team geschlossen wird.

Produktionsmanager Dave Skog soll laut Autosport kurz vor der Mittagszeit die verbliebenen Mitarbeiter über das Ende informiert haben. Für die kommende Zeit seien sie unbezahlt beurlaubt, technisch blieben sie jedoch Angestellte des Rennstalls. Windsor und Anderson sollen während der Bekanntgabe nicht in der Fabrik zugegen gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung seitens des Teams steht noch aus.

Kein Aufschub

 

USF1 hatte im letzten Jahr den Einstieg in die Formel 1 angekündigt, selbst ohne eine Budgetgrenze, die danach neue Teams wie Manor GP (heute Virgin Racing) und Lotus anzog. Das amerikanische Team schaffte es jedoch nicht, trotz der angeblichen Unterstützung von YouTube-Gründer Chad Hurley, genügend Finanzen aufzutreiben, um die Produktion des Autos rechtzeitig bis zum Saisonstart Mitte März 2010 fertig zu stellen. Eine Inspektion des Technischen Delegierten der FIA, Charlie Whiting, in der vergangenen Woche ergab, dass das Team nicht dazu in der Lage sei, ein F1-Auto für diese Saison zu bauen.

Zuletzt hatte USF1 zunächst darum gebeten, die ersten vier Saisonrennen auszulassen, danach soll man eine Verschiebung des Einstiegs um ein Jahr bis 2011 erbeten haben. Als kurzfristiger Ersatz bietet sich Stefan GP an. Der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic kaufte die technischen Überreste des Toyota Teams und sicherte sich Unterstützung von Toyota Motorsport in Köln. Mit Kazuki Nakajima und Jacques Villeneuve stünden zwei Fahrer parat.

Stefan GP schickte bereits erstes Material per Seefracht nach Bahrain, hat allerdings noch keinen offiziellen Startplatz in der Königsklasse. Am Wochenende stellte das Team jegliche Kommunikation ein, um die Gespräche über ein Nachrücken nicht weiter zu gefährden.

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Hülkenberg

Cosworth stärker als Toyota

 

Fünf Teams haben sich im letzten Jahr dafür entschieden, in der Saison 2010 mit Cosworth-Motoren anzutreten. Neben den vier Neulingen gehört auch Williams dazu. Bislang waren nur Virgin – und das nicht sehr lange – und eben der Traditionsrennstall von Frank Williams mit dem neuen Cosworth V8 auf der Strecke im Testbetrieb unterwegs.

Nico Hülkenberg gefällt das Aggregat gut. “Ich bin sehr positiv überrascht”, gestand er. “Es gab keine Zuverlässigkeitsprobleme oder welche mit der Fahrbarkeit. Alles ist sehr gut.” Im Vergleich zum Toyota-Motor, den Williams letztes Jahr nutzte, sieht Hülkenberg sogar eine Verbesserung. “Er fühlt sich besser an, ist stärker. Das kann ich fühlen.”

Viel Verbesserungsspielraum

 

Angesichts des kompakten Testkalenders würde sich der Deutsche natürlich ein paar mehr Testtage zur Vorbereitung auf sein GP-Debüt wünschen. “Aber das Team hat 15 Testtage, das ist schon was.” Als Fahrer steht ihm nur die Hälfte zur Verfügung, da die restlichen Tage sein Teamkollege Rubens Barrichello im Auto sitzt. Aber für Systemchecks und Tests ist durchaus genügend Zeit.

“Wenn man einem Formel-1-Team mehr Testfahrten anbietet, nimmt es die natürlich”, weiß Hülkenberg. “Ich fange gerade erst in der Formel 1 an, ich kann mich also auf jedem Gebiet verbessern. Es geht nur darum, mehr Erfahrung zu sammeln und jeden Tag mehr Eindrücke von anderen Fahrern und Teamkollegen mitzunehmen. Es gibt noch viel Verbesserungsspielraum.”

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Campos sucht Geld bis Montag

Dallara nicht immer bezahlt

 

Am Freitag endete eine angebliche Frist für das Campos Team, um seine Schulden beim Chassishersteller Dallara zu tilgen. Gegenüber der BBC räumte Teamchef Adrian Campos ein, dass in der Vergangenheit nicht immer alle Zahlungen fristgerecht erfolgt sind. Er betonte jedoch dass er bis Montag eine Lösung für die Finanzen des Teams gefunden haben möchte.

“Wir versuchen, alles bis Montag zu lösen – die Leute sagen viele dumme Sachen”, betonte der ehemalige Minardi-Fahrer. “Einige sind wahr, andere nicht. Wir arbeiten sehr hart daran, in Bahrain dabei zu sein.” Den Einstieg von Tony Teixeira als Teilhaber wollte Campos nicht bestätigen. “Wir haben Verschwiegenheitsklauseln in allem, was wir tun”, betonte er.

Die Gerüchteköchte sahen Dallara bereits das Campos-Chassis an Stefan GP verkaufen. “Nein, das können sie nicht machen”, wehrte sich Campos. “Wir haben einen Vertrag.” Stefan GP stünde als Ersatz bereit, sollte Campos nicht an der WM teilnehmen können. Das Team hat die Toyota TF110 Boliden gekauft und sich technische Unterstützung von Toyota sowie Dallara gesichert. Das erste Material wurde bereits nach Bahrain geschickt. Der erste Test wurde für Ende Februar angesetzt.

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Doppel-Diffusor-Verbot 2011 beschlossen

FIA-Arbeitsgruppe stimmt dafür

 

Es war bereits angedacht, nun ist das Verbot der Doppel-Diffusoren ab der Saison 2011 auch von den technischen Verantwortlichen der Formel 1 beschlossen worden. Wie Autosport berichtet, haben die Mitglieder der technischen Arbeitsgruppe der FIA am Donnerstag für das Verbot gestimmt. So sollen die Aerodynamik-Regeln so angepasst werden, dass der innere Unterboden ab 2011 eine durchgehende Ebene ist, womit die für den Doppel-Diffusor nötigen Schlitze nicht mehr erlaubt wären. Nun fehlt noch die Zustimmung der Formel-1-Kommission und des World Motor Sport Council, bevor die Änderung im Reglement festgeschrieben werden kann, was nach der Zustimmung der technischen Arbeitsgruppe nur noch eine Formalität sein sollte.

Die Doppel-Diffusoren hatten in der Saison 2009 für einige Diskussionen gesorgt. So war zunächst unklar, ob sie überhaupt legal sind. Williams, Toyota und Brawn GP hatten ein Schlupfloch im Reglement gefunden, die anderen Teams protestierten aber dagegen. Letztendlich erklärte die FIA die Doppel-Diffusoren für legal und die anderen Teams mussten nachrüsten. Da dadurch aber einerseits die schlechte Abluft hinter den Autos wieder zunahm und andererseits die Abtriebs-Niveaus zu hoch wurden, war ein baldiges Verbot der Doppel-Diffusoren erwartet worden.

Nicht weit genug

 

Mit dem Wegfall der Bauteile sollen die Rundenzeiten um rund zwei Sekunden ansteigen. Einige meinen allerdings, dass einfach nur ein Verbot der Doppel-Diffusoren noch nicht weit genug geht. “Ich denke, das Wichtigste ist, klare Ziele zu setzen, wenn es darum geht, wie der Weltverband und die Promoter die Formel 1 haben wollen. Was wollen sie, dass die Formel-1-Autos können?”, fragte Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Gespräch mit Autosport. Seiner Meinung nach dürfe man nicht nur hier und da etwas ändern, sondern müsse sich das Gesamtpaket ansehen, um das Überholen zu erleichtern und es zu ermöglichen, anderen Autos besser zu folgen.

“Ich denke, wenn man sich die Elemente isoliert ansieht, ist das oft gefährlich, also glaube ich, es ist wichtig, dass das Gesamtziel klar ausformuliert und dann in den verschiedenen Technikgruppen daran gearbeitet wird.” Neben dem Verbot der Doppel-Diffusoren hat die technische Arbeitsgruppe der FIA aus Sicherheitsgründen auch eine Maximalhöhe für die Chassis beschlossen.

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