Williams

Wendepunkt in Silverstone

 

Das Heimspiel von Williams in Silverstone markierte auch die Saisonhalbzeit. “Wir sind mit der ersten Hälfte nicht zufrieden”, gesteht Technikchef Sam Michael. Das erfolgsverwöhnte Team früherer Tage hatte mehr als nur 31 WM-Punkte und Platz 7 in der Konstrukteurswertung erwartet.

“Das war nicht gut genug”, betont Michael. Valencia und Silverstone sollen ein Wendepunkt sein. Nach dem vierten Platz von Rubens Barrichello beim Europa GP folgte in Großbritannien ein fünfter Rang. “Wir holen mit dem gesamten Paket auf”, so Michael. In Silverstone fuhr das Team mit einem neuen Frontflügel, dem angeblasenen Diffusor und einem verbesserten F-Kanal. Alles habe ohne Probleme funktioniert.

“Die Arbeit zahlt sich aus, aber wir haben noch viel mehr zu tun”, weiß Michael. Angesichts der Fortschritte auf unterschiedlichen Streckentypen rechnet er auch in Hockenheim mit einem guten Ergebnis. Gleichzeitig gilt es die Weiterentwicklung voranzutreiben.

“Rubens leistet dabei tolle Arbeit und liefert gleichzeitig starke Qualifying-Leistungen und Rennergebnisse”, lobt Michael. “Wir sind sehr zufrieden mit seiner Rolle im Entwicklungsprozess.”

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Williams

Upgrades sind ein Fortschritt

 

Williams brachte eine Reihe an Neuerungen zum Heimspiel nach Silverstone. Deshalb gab es in den Freien Trainings viel zu tun. Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello arbeiteten am Setup, den Reifen und den neuen Teilen. “Die Upgrades funktionierten alle wie erwartet”, sagte Technikchef Sam Michael. Das schloss auch den neuen angeblasenen Diffusor ein. “Somit werden wir ihn an beiden Autos einsetzen.”

Das einzige technische Problem gab es an Hülkenbergs Auto. “Wir hatten ein Ölleck zwischen den Trainings, das uns etwas Zeit zu Beginn der zweiten Session kostete”, verriet Michael. Hülkenberg war trotzdem halbwegs zufrieden. “Ich bin noch nicht ganz happy mit dem Auto, aber es war ganz okay”, sagte er. Über Nacht müsse er mit dem Team noch einige Dinge analysieren, um eine bessere Balance zu finden.

Rubens Barrichello ist normalerweise ein großer Silverstone-Fan. Doch die Bodenwellen im neuen Streckenteil überraschten selbst ihn. “Es tut mir leid, das zu sagen, aber wir hatten nicht so eine wellige Strecke erwartet”, klagte er. “Dadurch mussten wir viele unerwartete Setup-Änderungen vornehmen.”

Auch Hülkenberg gab zu, dass einige seiner Probleme an den vielen Bodenwellen lagen. “Das ist ein kleines Problem, da man einen guten Kompromiss finden muss”, erklärte er. Ansonsten findet er den neuen Streckenteil in Ordnung. “Der alte war auch schön, der neue Teil ist aber nichts Besonderes.”

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Hülkenberg mag den Albert Park

Coole Strecke

 

Williams ging mit klaren Zielen in den Freitag in Melbourne. Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello sollten im ersten Training neue Aerodynamikteile testen und den Benzinverbrauch überprüfen und im zweiten Training zu Setup- und Reifenarbeiten übergehen.

Ganz geklappt hat das nicht: Der Regen machte dem Team in der zweiten Session einen leichten Strich durch die Rechnung. “Unser Programm beinhaltete Arbeiten am mechanischen Setup und Tests überarbeiteter Aero-Teile”, bestätigte Sam Michael. “Wir konnten die meisten Teile ausprobieren, aber unser Plan wurde vom schlechten Wetter gestört.”

Die gesammelten Daten stimmten Barrichello und Hülkenberg dennoch zuversichtlich. “Das Team hat mich zur richtigen Zeit rausgeschickt”, lobte Barrichello. “Es gibt aber noch viel zu tun, um morgen ins Q3 zu gelangen.” Das ist das nächste Etappenziel auf der Williams-Checkliste.

Für Hülkenberg waren es die ersten Runden im Albert Park. “Die Strecke ist cool”, sagte er. “Ich habe es genossen. Sie ist sehr wellig, aber macht viel Spaß.” Nach den beiden Trainings fühlt er sich trotz des Regens im Auto und auf der Strecke wohl.

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Rosberg erzielt Bestzeit

Schumacher auf Rang 3

 

Der erste Freitag der 61. Formel-1-Saison ist gefahren. Nico Rosberg sicherte sich im neuen Mercedes GP Silberpfeil und 1:55.409 Minuten die Bestzeit. Hinter ihm reihten sich mit vier bis sieben Zehnteln Rückstand drei weitere Autos mit Mercedes-Motoren ein: Lewis Hamilton vor Michael Schumacher und Jenson Button. Die Top-6 komplettierten zwei weitere Deutsche: Sebastian Vettel im Red Bull und Nico Hülkenberg im Williams.

Wirklich aussagekräftig sind die Zeiten und Rückstand des Freitags abermals nicht. Erst im Qualifying werden die Teams die Karten aufdecken und zeigen, welche Performance wirklich in ihren Autos steckt. Wie bei den Testfahrten im Februar gilt auch für die Freitagstrainings in Bahrain: Niemand weiß, wer mit wie viel Sprit gefahren ist.

Zwei Schrecksekunden erlebten Toro Rosso und HRT. Bei der kleinen Scuderia hatte Jaime Alguersuari einen Dreher und schrammte nur haarscharf an einer Mauer vorbei. Bei den Neulingen von HRT konnte Bruno Senna 17 Runden abspulen, musste sein Auto am Ende der Session aber abstellen, weil hinten rechts eine Radmutter davon flog. Sein Teamkollege Karun Chandhok kam gar nicht zum Fahren. Der Inder musste schon im ersten Training wegen eines Hydraulikproblems aussetzen.

Auch Timo Glock konnte mit seinem Virgin nur drei Runden drehen. Sein Teamkollege Lucas di Grassi fuhr immerhin 21 Runden. Den Kampf der neuen Teams verloren die Virgin-Fahrer: Heikki Kovalainen und Jarno Trulli belegten die Ränge 18 und 19 direkt vor dem Virgin-Duo.

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HRT F1 sieht sich gut gerüstet

Der Traum vom ersten Punkt

 

HRT F1 ist bereit für die erste Formel-1-Saison. Das bislang unter dem Namen Campos Meta bekannte Team geht unter der neuen Führung von Teamchef und Geschäftsführer Colin Kolles an den Start, um ein klares Ziel zu verfolgen. “Es wäre ein Traum, wenn wir im ersten Rennen unseren ersten Punkt holen würden, aber wir konzentrieren uns darauf, einen Schritt nach dem anderen zu machen und uns im Laufe des Jahres zu steigern.”

Dennoch zeigt sich der neue Rennstall zuversichtlich, dass man das Potenzial und die Vorbereitung für ein erfolgreiches Debütwochenende in Bahrain habe – trotz der fehlenden Testfahrten, des Wirbels um den Führungswechsel und die harte Aufgabe, die HRT F1 bevorsteht. Kolles ist überzeugt: “Wir haben alle Werkzeuge, um das erfolgreichste neue Team in diesem Jahr zu werden.”

Einen Namen machen

 

Im Vergleich mit den legendären Namen Ferrari, McLaren, Williams und selbst Lotus müsse man sich in den kommenden Jahren eine eigene Identität und Ruf erarbeiten, so Kolles. “Aber wir sind stolz, gegen solche Legenden anzutreten.”

Neben Teambesitzer Jose Ramon Carabante und Teamchef Kolles zeichnen eine Reihe ehemaliger Formel-1-Mitarbeiter für die Geschicke beim neuen Team verantwortlich. Teilweise wurden diese aus den DTM-, LMS- und Formel-3-Teams von Kolles rekrutiert, wobei seine F3-Truppe in diesem Jahr ohnehin nicht mehr existiert.

Für das Design des Autos ist der italienische Rennwagenbauer Dallara verantwortlich. Neben Technikchef Gianpaolo Dallara arbeiteten mit Chefdesigner Gabrielle Tredozi (ehemals Minardi) und Chefaerodynamiker Ben Agathangelou (ehemals u.a. Red Bull) zwei erfahrene F1-Techniker am HRT Cosworth. F1-Projektmanager bei Dallara ist Luca Pignacca. Die Rolle des Teammanagers auf Seiten von HRT übernimmt Boris Bermes. Der langjährige Sauber-Mitarbeiter Jacky Eeckelaert agiert als Technischer Koordinator.

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