Rossi in 3. Ferrari?

Gerüchte für die Fantasie der Fans

Immer wieder aufs neue tauchen die Gerüchte über einen Wechsel Valentino Rossis aus der MotoGP in die Formel 1 auf. Und immer wieder sind es die italienischen Reporter-Kollegen, die ihren Landsmann zu diesem Thema ausquetschen. Jetzt zuletzt beim dieses Wochenende im niederländischen Assen stattfindendem Rennen.

Aber die Gerüchte wären “erschaffen worden, um die Fantasie der Fans anzuregen”, erklärte der achtfache Weltmeister Valentino Rossi zum Thema drittes Ferrari-Auto und Wechsel. “Ich bin da schon glücklich drüber, es könnte 2011 passieren – warum nicht?”

“Für 2010 habe ich einen Vertrag mit Yamaha und da würde es schwierig oder gar unmöglich sein”, analysierte er erneut, warum dies in der nächsten Saison nicht funktionieren würde oder könnte. “Was aber noch wichtiger ist: Ferrari hat kein drittes Auto und ich habe keine Entscheidung darüber getroffen, den Sport zu wechseln.”

 

Außerdem ist Rossi zufrieden mit dem, was er hat und macht. “Ich fahre mein Motorrad, bin glücklich bei Yamaha und möchte auf die Meisterschaft konzentriert bleiben. Das Ziel ist einen weiteren Titel zu gewinnen”, stellte der Italiener klar.

“All das fing an, als ich bei einigen privaten Test sehr schnell war. Aber es ist die eine Sache, alleine eine gute Runde im Training hinzubekommen und die andere in einem Rennen zu kämpfen.”

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Rossi doch nicht in Wales

Dem Wunsch von Yamaha entsprochen

Eigentlich war es vor kurzem schon zu 95 Prozent sicher, dass Valentino Rossi bei der Großbritannien Rallye in Wales am Start sein würde, doch der Italiener hat sich mittlerweile gegen ein Antreten entschieden. Stattdessen wird Rossi beim letzten MotoGP-Test des Jahres in Jerez mitfahren. “Voriges Jahr bin ich bei der Neuseeland Rallye mitgefahren, weil ich die Zeit dafür hatte. Zunächst habe ich Yamaha gefragt, ob es möglich wäre, nicht in Jerez zu sein und sie haben gesagt, kein Problem”, erklärte er.

Doch die abgelaufene Saison in der Motorrad-WM ist nicht nach Wunsch von Rossi oder Yamaha verlaufen, weswegen ihn der Vorsitzende der Rennabteilung des japanischen Herstellers, Masao Furusawa, darum bat, die Rallye doch wieder abzusagen. “Ich habe, ja, gesagt. Es gibt eine maximale Anstrengung [für 2008]“, erklärte Rossi. Vor dem letzten Saisonrennen in der MotoGP liegt der Italiener auf Platz zwei der Gesamtwertung, den er mit einem Punkt beim Finale in Valencia fixieren kann. Der Australier Casey Stoner hat den WM-Titel bereits seit einigen Rennen sicher.

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Toseland blickt voraus

Die nächste Herausforderung

Der richtige Zeitpunkt ist immer von besonderer Bedeutung, auch was Entscheidungen für die sportliche Laufbahn betrifft. Und James Toseland glaubt, dass sein Wechsel zu Tech 3 Yamaha im kommenden Jahr zur rechten Zeit kommt. So hat er in der Superbike-WM ehemalige MotoGP-Piloten wie Troy Bayliss und Max Biaggi geschlagen und fühlt sich deswegen bereit, den Schritt in die Königsklasse zu wagen. “Ich hatte bereits Angebote, aber dieses ist das richtige, mit dem ich hoffentlich konkurrenzfähig sein kann. Diese Leute zu schlagen, hat den Unterschied gemacht und mir den Vertrag bei Yamaha verschafft”, sagte er gegenüber der BBC .

Durch die erwarteten Änderungen bei Tech 3 Yamaha im kommenden Jahr – anderer Reifenpartner und mehr Werksunterstützung – glaubt Toseland, ein konkurrenzfähiges Paket zu bekommen. Dass ihn seine mangelnde MotoGP-Erfahrung behindern könnte, glaubt er nicht. “Es waren Monate und Monate, in denen wir Deals angesehen haben, ich hatte viele Optionen. Ich will nächstes Jahr das beste Paket und es ist schwer, so etwas ohne jede MotoGP-Erfahrung zu bekommen. Ich glaube aber, dass meine Erfahrung aus diesem Jahr mir Selbstvertrauen gibt, in dem ich mit ehemaligen MotoGP-Piloten wie Bayliss und Biaggi auf diesem Level verglichen habe. Also hoffe ich, dass ich dort hinkommen und konkurrenzfähig sein kann”, meinte Toseland.

Was Toseland als Vorteil für sich sieht, ist sein noch relativ junges Alter, wobei er mit 26 bereits etwas älter ist als beispielsweise Casey Stoner. Doch im Vergleich zu ehemaligen britischen Fahrern wie Neil Hodgson und Shane Byrne ist er noch jung. “Wegen ihres Alters, als sie eine Chance bekamen, mussten die anderen britischen Fahrer die Möglichkeit nutzen, wenn sie sie bekamen. Sie wussten, es würde nicht das stärkste Paket sein, aber sie ahnten nicht, wie schwierig es sein würde und kamen wieder zurück in die Superbikes”, sagte Toseland. Da die Briten in der MotoGP schon lange keinen Sieger mehr hatten, gibt es aber auch Druck auf ihn, der ihn nach eigener Auskunft aber nicht stört. “Ich genieße das sogar und bringe bessere Leistungen – es ist die nächste Herausforderung.”

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Toseland kommt zu Tech 3

2008 geht es in die MotoGP

Am Dienstag wollte sich James Toseland bezüglich seiner Zukunft entscheiden und das hat er getan. Der Brite, der momentan die Superbike-WM anführt, wird 2008 für die Tech 3 Yamaha Mannschaft an den Start gehen. Das wurde am Mittwoch bekannt gegeben. Zwar wollte Toseland eine Werksmaschine in der MotoGP bekommen, aber allem Anschein nach konnte ihn Herve Poncharal von seinen Plänen im kommenden Jahr überzeugen. Dazu soll ein Wechsel weg von Dunlop-Reifen auf Michelin gehören. Außerdem hatte Davide Brivio zuletzt betont, dass man innerhalb von Yamaha auch die Tech 3 Mannschaft in Zukunft stärker unterstützen wolle.

Poncharal war von seinem Vertragscoup begeistert. Er sagte: “Ich bin erfreut, dass wir einen Fahrer von James’ Kaliber holen konnten und ich freue mich schon auf die Arbeit mit ihm. James zu verpflichten, ist ein großer Coup für Tech 3 Yamaha und für die MotoGP, indem wir unsere Fühler weiter in das nördliche Europa ausstrecken. Es ist für uns alle eine aufregende Zeit und ich bin mir sicher, dass er ein integraler Bestandteil in der Zukunft des Teams sein wird.”

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Lorenzo zum Yamaha-Vertrag

Der Höhepunkt eines Traumes

Jorge Lorenzo hat sich erstmals zu dem Vertrag mit Yamaha geäußert, der ihn im kommenden Jahr in der MotoGP auf gleichem Material fahren lassen wird wie Valentino Rossi. “Die Unterschrift bei Yamaha ist der Höhepunkt eines Traumes. Ein MotoGP Fahrer zu werden, mit einem offiziellen Team wie Yamaha, einem der stärksten der Welt, ist das Wichtigste, das mir passieren konnte”, schrieb er auf seiner Website.

Doch der Spanier wollte auch nicht jene vergessen, die ihn auf seinem Weg bis in die MotoGP begleitet haben. “Ich werde meine Freude nicht zu sehr zeigen, denn ich bin ein Profi und bis die Saison endet, arbeite ich für die Piaggio Gruppe [zu der auch Aprilia und Derbi gehören]. Sie waren diejenigen, die mir die Chance auf mein Debüt in der WM auf einer Derbi gaben, als ich 14 war und ich habe den 250er-Titel mit Aprilia gewonnen”, erklärte Lorenzo. Hinter den Projekten habe aber auch immer jemand Wichtiges gestanden, der auch sein Manager sei, schrieb er weiter. “Giampiero Sacchi, der mir blind vertraut hat, als ich nur ein Versprechen war.” Wie die Teamstruktur bei Yamaha aussehen wird, konnte aber auch er noch nicht beantworten.

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