Jarvis freut sich auf den Saisonstart

Training an der frischen Luft

 

In den letzten beiden Jahren hat Oliver Jarvis mit seinem Leistungen im Jahreswagen bekanntlich so sehr überzeugt, dass er für die Saison 2010 ein aktuelles Modell zur Verfügung gestellt bekommt. “Natürlich bin ich Dr. Wolfgang Ullrich sehr dankbar für diese Chance”, berichtet der Brite auf seiner Webseite. “Ich werde alles geben, um einen guten Job zu machen und will meinen Part dazu beitragen, dass Audi am Ende der Saison wieder um den Titel kämpfen kann.”

Sein bisher bestes DTM-Wochenende absolvierte Jarvis letztes Jahr in Zandvoort. Nachdem er im Qualifying überraschte und auf die Pole-Position gefahren war, hielt er im Rennen lange den schnellen Gary Paffett in Schach und Stand am Ende auf dem Podium. An diese Ergebnisse will Jarvis in dieser Saison anknüpfen.

“Ich kann den Start der Saison kaum erwarten. Ich weiß, dass es eine große Herausforderung wird, gegen meine Teamkollegen und die Jungs von Mercedes anzutreten, aber ich freue mich darauf”, so der Audi-Pilot. Wie jeder andere Rennfahrer würde er unter großem Druck stehen – den er sich allerdings selbst macht. “Denn ich will erfolgreich sein.”

Einen ersten Test mit dem neuen Audi A4 absolvierte Jarvis bereits vor einigen Wochen und zeigte sich danach beeindruckt. “Man spürt sofort, dass das Auto mehr Anpressdruck generiert als die älteren Autos. Es wurde eine Menge kleiner Details verbessert und das zahlt sich in der Rundenzeit aus”, lautet sein Urteil.

Bevor es im April auf dem Hockenheimring in die Saison geht, stehen weitere Testfahrten an, unter anderem in Valencia. Zur Zeit konzentriert sich Jarvis allerdings auf seine Fitness: “Eigentlich mache ich nichts anderes als in den vergangenen Jahren. Ich profitiere nun aber davon, dass ich in der Schweiz lebe und öfters Skifahren und Snowboarden gehen kann – das ist ein gutes Training, macht Spaß und die frische Luft tut gut.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 23022010

Schumacher zufrieden mit dem Erreichten

Die ersten Neuwagen-Punkte

 

Trotz einer Strafe nach dem Qualifying holte Ralf Schumacher am Sonntag die ersten Punkte der Saison 2009. Auf dem Norisring in Nürnberg belegte der ehemalige Formel-1-Pilot den sechsten Platz. “Mein Mercedes lief perfekt, zwischenzeitlich konnte ich die schnellste Rennrunde auf meinem Konto verbuchen”, vermeldete der Mercedes-Star auf seiner Webseite. “Wir waren sehr zufrieden mit dem Erreichten.”

Nach dem stressigen Wochenende rund um die Steintribüne, vielen Terminen an der Strecke und Treffen mit seinen alten Rennkollegen Mika Häkkinen und David Coulthard, kann es Schumacher in den nächsten zwei Wochen etwas ruhiger angehen lassen. Abgesehen von einigen Marketingtagen gibt es für den 34-Jährigen keine Verpflichtungen.

“Getestet wird nicht. Ansonsten kümmere ich mich um meine Frau Cora und unseren Sohn David, der auch bald Ferien bekommt”, so der Wahl-Österreicher. In gut zwei Wochen wird sich Schumacher bestimmt wieder in seinen Wohnwagen schwingen, “dann geht es nach Zandvoort. ‘Dünen und schönes Wetter’, fällt mir als erstes ein.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 03072009

Rekordergebnis für Schumacher

Die Spitze in Sichtweite

 

Verhängnisvolle neunte und zehnte Runden in der dritten Session des gestrigen Qualifyings, Positionsverluste in der ersten Runde des Rennens: Trotz konkurrenzfähigen Speeds hatte lange nicht viel darauf hingedeutet, dass Ralf Schumacher am Norisring mit Platz sechs sein bislang bestes DTM-Ergebnis einfahren würde. Doch nicht nur das war für ihn Grund zur Freude. “Gratulation an Jamie zum Sieg im Vorjahreswagen – wobei der Norisring auch die perfekte Strecke dafür ist. Das hat er gut genutzt und zum Glück die Mercedes-Fahnen hochgehalten”, sagte Schumacher.

Er selbst trug zumindest einen Teil zum gelungenen HWA-Ergebnis bei und verwies Teamkollege Paul di Resta auf Platz sieben. “Der Start war ganz okay. Ich bin innen geblieben, was sich als Fehler herausgestellt hat. Außen konnten mich zwei Fahrer überholen, aber diese Plätze haben wir dank einer guten Strategie wieder wettgemacht”, sagte der sechsfache Grand-Prix-Sieger, für den sich zwei frühe Boxenstopps als Schlüssel zum Erfolg erwiesen. “Das Auto hatte eine tolle Performance. Im Großen und Ganzen bin ich auch mit meiner Leistung zufrieden, denn ich war dieses Wochenende immer unter den schnellsten Mercedes, im Rennen zwischenzeitlich sogar der Schnellste.”

Keine Angst vor Zandvoort

 

Nach einer langen Aufholjagd war für Schumacher am Ende gar die Spitzengruppe in Sichtweite. Die eigenen Hoffungen auf weitere Positionsgewinne erfüllten sich jedoch nicht, wie er gegenüber Motorsport-Magazin.com berichtete: “Man hätte das Drehbuch nicht besser schreiben. In den letzten beiden Runden haben wir die Kämpfe vorne mitbekommen. Ich habe noch gehofft, dass es vielleicht zu gröberen Differenzen kommt, aber das ist leider nicht passiert.” Neben einigen PR-Auftritten steht für Schumacher in den kommenden Wochen auch viel Zeit mit Gattin Cora und Sohn David auf dem Programm, bis in drei Wochen in Zandvoort erneut die DTM-Achtzylinder ertönen.

“Das Qualifying war letztes Jahr ein Desaster; im Rennen ging es dann schon besser”, blickt Schumacher auf eine durchaus beachtliche Aufholjagd im vergangenen Jahr zurück. Davon, dass der Kurs an der Nordsee als Audi-Terrain gilt, lässt sich der 33-Jährige nicht aus der Ruhe bringen: “Zandvoort ist historisch unsere Strecke, aber wir werden alles tun, um das zu ändern. Ich bin optimistisch, dass das funktioniert, denn es liegt bis dahin noch Entwicklungszeit vor uns.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 29062009

 

Wolkenbrüche beim 3. Test

Timo Scheider unbeeindruckt

Vor einem Jahr war Timo Scheiders Zandvoort-Kunststück mit Bestzeiten in allen Sessions, aber einem vierten Platz im Rennen unvollendet geblieben. Nun lässt sich der Abt-Audi-Pilot auch von widrigsten Bedingungen nicht daran hindern, die Schmach des Vorjahres vergessen zu machen: Obwohl der Kurs nach den starken Regenfällen des Vormittags eine nur mäßige Haftung bot, sorgte der Tabellenführer mit einer Zeit von 1:32.882 Minuten für eine beachtliche Wochenendbestzeit – dicht gefolgt vom Beinahe-Sieger des Vorjahres, Alexandre Prémat. Auf ohnehin schon feuchter Strecke hatten nach fünf Minuten starke Regenfälle eingesetzt – zunächst sehr zum Leidwesen der Ingolstädter.

Nach zehn Minuten freien Trainings war noch eine HWA-Vierfachspitze aus Bruno Spengler, Jamie Green, Paul di Resta und Bernd Schneider zu verzeichnen gewesen – dann jedoch ging es für die Stuttgarter stetig bergab. So trocknete die Strecke 15 Minuten nach Beginn der Session kontinuierlich ab. Bedingungen, wie sie sich Audi bereits in den vergangenen Jahren immer wieder zu Nutze machen konnte: Nach dem ersten Testdrittel hatte sich Mattias Ekström zurück in die Top 3 geschoben; fünf Minuten später übernahm für die Ingolstädter Tom Kristensen, zwischenzeitlich mit einer klemmenden Radmutter kämpfend, die Spitze. Fortan machten die Audi-Piloten den Kampf um die Bestzeit unter sich aus.

Mit einer Neunfach-Spitze hatte Audi sieben Minuten vor Ende der Session für Furore gesorgt – und forderte ebenso wie die mittlerweile trockene Ideallinie zu einer letzten Ausfahrt unter Qualifying-Bedingungen heraus. Das Ergebnis blieb für Mercedes wenig ermutigend: Mit Paul di Resta und Jamie Green kamen die beiden aktuellen HWA-Speerspitzen nicht über die Ränge sechs und acht hinaus; Bruno Spengler und Bernd Schneider belegten die Plätze zehn und elf.

Geschlossen auf den letzten fünf Plätzen landeten die Mercedes-Jahreswagen, deren Nürnberger Zwischenhoch trotz zehn verlorener Kilogramm endgültig beendet scheint: Auf Rang 15 verwies Ralf Schumacher die Persson-Piloten Mathias Lauda und Gary Paffett auf die Plätze, die sich unter regnerischen Bedingungen jeweils einen Ausflug ins Kiesbett geleistet hatten. 40 Minuten später zog es im Qualifying-Trimm auch Maro Engel in die Auslaufzonen – der Mücke-Pilot belegte den letzten Platz hinter Susie Stoddart.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 12072008

Jamie Green im Interview

Nicht alles schlecht

Im letzten Jahr war das Qualifying deine Paradedisziplin, in diesem Jahr wartest du noch auf eine Pole Position. Woran liegt’s? 
Jamie Green: Die Reifen und das Auto sind anders als im letzten Jahr. Ich hatte Schwierigkeiten, das Potenzial des Autos im Qualifying auszuschöpfen. Das Griplevel hat sich verglichen mit dem letzten Jahr verändert. Die Reifen sind über die Distanz konstanter geworden – das hat ihre gesamte Charakteristik verändert. Meine Rennperformance ist in diesem Jahr besser geworden, meine Qualifying-Performance hingegen schlechter. Es ist eine Schande, dass ich beim Zeitfahren insgesamt nicht mehr so stark bin wie 2006. Aber es gab einige Rennen, die für mich eigentlich sehr aussichtsreich waren: In Oschersleben war ich im Rennen in einer sehr guten Position, bevor ich eine Durchfahrtsstrafe wegen des Vorfalls mit Vanina Ickx bekommen habe. In Brands Hatch bin ich die schnellste Qualifying-Runde von allen gefahren, bevor die rote Flagge geschwenkt wurde. Das zeigt, dass ich nach wie vor gute Arbeit auch im Qualifying leisten kann. Ich habe das Potenzial, gute Qualifyings zu fahren, gut zu starten und gute Long Runs hinzulegen – aber das muss regelmäßiger zusammenkommen.

Insgesamt also eine eher enttäuschende Saison für dich? 
Jamie Green: Die Ergebnisse waren schlecht, aber meine Long-Run-Performance war oft sehr gut. Es ist nicht alles schlecht in dieser Saison – auch wenn es von außen so scheinen mag. Das muss ich akzeptieren und künftig zeigen, was in mir steckt. Ich war schon immer ein schneller Fahrer, und das hat sich nicht geändert. Ich gebe nicht auf.

Wenn du deine drei DTM-Jahre im Gesamten reflektierst: Wie siehst du deine Entwicklung? 
Jamie Green: Für das Publikum mag es so wirken, als hätte ich mich nicht weiterentwickelt. Ich glaube jedoch, dass ich mich gerade dort weiterentwickelt habe, wo es im Rennen nötig ist. 2005 und 2006 lagen mir die Reifen und das Auto; es ist mir leicht gefallen, meinen natürlichen Speed vor allem im Qualifying zu zeigen. In diesem Jahr ist das nicht der Fall. So scheint es, als hätte ich mich verschlechtert. In Wirklichkeit liegt mir die Kombination aus Auto und Reifen nicht so gut wie zuvor. Selbst bei sehr erfahrenen Fahrern ist zu beobachten, dass ihnen in bestimmten Jahren die Charakteristik des Fahrzeugs nicht gut liegt. Auch sie schreibt man deshalb nicht ab. Und siehe da, in Barcelona konnte ich dann meinen ersten DTM-Sieg feiern. Das hat richtig gut getan.

Haben sich deine Probleme mit der neuen Reifengeneration im Saisonverlauf verringert? 
Jamie Green: Ja. In Zandvoort ist mir das Qualifying missglückt, weil ich neben die Strecke geraten bin – nicht, weil ich dort keine gute Runde hätte hinbekommen können. Auf dem Nürburgring war ich nur eine Zehntelsekunde langsamer als der schnellste Mercedes-Pilot, war jedoch nur Sechster in der Startaufstellung. Es ging so eng zu, dass ich selbst von der Pole Position gar nicht so weit entfernt war.

Was war für dich das Highlight deiner bisherigen DTM-Karriere? 
Jamie Green: Liegt seit kurzer Zeit ganz klar auf der Hand: Mein erster Sieg beim vergangenen DTM-Rennen in Barcelona. Bis dahin war das schwer zu sagen. Aber meine beste Runde habe ich 2006 in Zandvoort hingelegt. Wir waren 20 Kilogramm schwerer als die Audis, und trotzdem habe ich erneut die Pole Position eingefahren. Ich war wesentlich schneller als alle meine Teamkollegen. An diese Runde erinnere ich mich besonders gerne, wie aber auch an die anderen Pole Positions. Zum anderen gibt es negative Erinnerungen wie schlechte Starts, oder das Rennen auf dem Norisring 2006, wo ich in Führung lag und mit Christian Abt kollidiert bin – ein Albtraum. Es ist schwierig, solche Rückschläge zu verarbeiten, aber man muss sie wegstecken und auf der Strecke noch stärker zurückkommen.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 01102007